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Zeitgeber gesucht

In der Fastenzeit können die Kirchgänger in der Seelsorgeeinheit Künzelsau nicht nur Geld in die Kollektenkörbchen werfen.

Antwortkarte der Seelsorgeeinheit Künzelsau

Mit einer solchen Antwortkarte kann jeder seine Bereitschaft zum Engagement ankündigen. Foto: drs/Guzy

Die Seelsorgeeinheit Künzelsau startet eine Umfrage. Auf Karten, die es in den Gottesdiensten, am Schriftenstand und im Pfarrbüro gibt, können die Gemeindemitglieder ihre Zeit verschenken. Sie können wählen, wie sie sich für die Kirche einbringen könnten. „Zeit ist das Kostbarste, was man geben kann“, sagt Pfarrer Adrian Warzecha.

Alle sind aufgerufen, zwei Stunden zu schenken. Die Karten machen mehrere Vorschläge, wie die Zeitspende aussehen kann: „Austragen von Informationen“, „Mitwirken in Gottesdiensten“, „Pflege von Grünanlagen“ zum Beispiel. Auch eigene Ideen sind gefragt. Wie oft sich jemand engagieren will, bleibt jedem überlassen – Hauptsache man bringe sich ein. Es reicht, wenn jemand einmal im Jahr beim Gemeindefest mithilft, wie Warzecha erklärt. Auf den Karten können Gemeindemitglieder auch ankreuzen, dass sie „bereits engagiert“ sind.

Für mehr Kommunikation

Die Karten können dann in einem der Gottesdienste während der Fastenzeit in die Kollektenkörbchen geworfen werden. „Das soll ganz bewusst sichtbar machen, dass Zeit, die man gibt, kostbar ist“, sagt Warzecha. Die Karten werden am ersten Fastensonntag in der ganzen Seelsorgeeinheit eingeführt. Eine Predigtreihe wird die Aktion thematisch flankieren. Nach der Fastenzeit verschwinden die Karten aber nicht, sie bleiben am Schriftenstand erhalten. Denn sie sollen auch als Kommunikationsmittel dienen. Auf der Rückseite kann jeder notieren, „was ich gern anfragen oder rückmelden würde“.

In seiner früheren Gemeinde in Neresheim im Dekanat Ostalb hat Pfarrer Warzecha eine solche Kartenaktion bereits ausprobiert. Diese lebe von der Regelmäßigkeit, erklärt er. Daher gehört es zu seiner Idee, einmal im Jahr - zum Beispiel immer in der Fastenzeit - auf sie aufmerksam zu machen.
 

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