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Zeitgemäß und effektiv

Zum neuen Schuljahr starten die Malteser und andere Dienste ein Pilotprojekt zur teildigitalisierten Erste-Hilfe-Ausbildung für Lehrkräfte.

 

 

Rottenburg/Stuttgart

Ein Ausschnitt der Kursinhalte in der Ersten Hilfe wird an weiterführenden Schulen künftig digital angeboten, andere Inhalte müssen weiterhin praktisch absolviert werden. Bild: Martin Klindworth, Malteser

Ab Oktober startet mit ersten Testkursen in Baden-Württemberg die teildigitalisierte Erste-Hilfe-Ausbildung an Schulen – ein Pilotprojekt in Kooperation der Malteser gemeinsam mit der Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW) sowie den Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches-Rotes-Kreuz (DRK) und Johanniter Unfallhilfe (JUH). Ziel ist die qualitative Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften an weiterführenden Schulen. 

Am Ende steht immer ein Test

„Während der Corona-Pandemie gab es einige Tests außerhalb der Malteser zum Thema Erste-Hilfe-Ausbildung digital“, schildert Uwe Janke, Leiter Ausbildung in Baden-Württemberg. „Die Idee, einen Teil der Kursinhalte in der Ersten Hilfe digital anzubieten, empfinden wir zeitgemäß und effektiv.“ Ein Ausschnitt der Kursinhalte in der Ersten Hilfe wird nun digital angeboten, andere Inhalte müssen weiterhin praktisch absolviert werden. Am Ende jeden Moduls gilt es einen Test zu bestehen.

Über eine eigens hierfür erstellte Internetplattform starten die Malteser ab Oktober mit ausgewählten Schulen Erste-Hilfe-Kurse und kommen damit auch den Lehrkräften entgegen: „Mit diesem Pilotprojekt wollen wir der aktuellen Zeit und der Digitalisierung gerecht werden – aber auch unserem hohen Qualitätsanspruch“, so Janke.  

Projekt wird evaluiert und ausgebaut

Das Projekt soll wissenschaftlich evaluiert und möglichst weiter ausgebaut werden. Auch die Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW) sieht viel Zukunftspotenzial in dem Projekt.

„Ein teildigitalisierter Erste-Hilfe-Kurs ermöglicht allen Teilnehmenden die Freiheit, orts- und zeitunabhängig zu lernen und garantiert dank der Umsetzung mit unseren Kooperationspartnern eine Erste-Hilfe-Ausbildung auf höchstem Niveau“, so Tanja Hund, Geschäftsführerin der UKBW. „Das Ziel unseres Engagements bleibt dabei immer gleich: die Sicherheit und Gesundheit unserer Versicherten.“ 

Schulsanitätsdienste und andere Angebote

Neben der Erste-Hilfe-Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern begleiten die Malteser in Baden-Württemberg fast 100 Schulsanitätsdienste mit rund 1.600 Schulsanitäter:innen. Beim Malteser Schulsanitätsdienst lernen junge Menschen anzupacken, Verantwortung zu übernehmen, Zivilcourage zu zeigen und vielleicht sogar Leben zu retten.

Grundsätzlich plädiert Uwe Janke dafür, den Erste-Hilfe-Kurs alle zwei bis drei Jahre aufzufrischen: „Wenn man bedenkt, dass die meisten Situationen, in denen Erste Hilfe gebraucht wird, im Familien- und Freundeskreis passieren, sollte man vorbereitet sein und helfen können“, so Janke. „Auch im Alltag sollte jede und jeder in einer Notsituation reagieren können.“

Breitgefächertes Angebot

Von den klassischen Erste-Hilfe-Kursen über Refresher-Kurse für Firmen bis zur Betriebssanitäter-Ausbildung - die Malteser bieten ein breitgefächertes Kursangebot mit Erste-Hilfe-Ausbildungen für verschiedene Zielgruppen an. Die verschiedenen Kursangebote sind auf der Webseite der Malteser zu finden.

Allein im vergangenen Jahr haben die Malteser mehr als 25.000 Teilnehmende in ihren Kursen in der Ersten Hilfe aus- und fortgebildet. Die Erste-Hilfe-App der Malteser bietet kompakt die wichtigsten Themen rund um die Erste-Hilfe und die Erste-Hilfe bei Kindernotfällen.

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