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Neues Zentrum der Kirchenmusik

Orgelhaus an der Hochschule für Kirchenmusik wird eröffnet. Angebot an Studenten und Studentinnen sowie an Kirchenmusiker:innen aus der Diözese.

Rottenburg am Neckar
Dr. Klaus Krämer ist Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart und auf dem Bild ist zu sehen, wie er bei der Eröffnungsfeier ein Orgelhaus segnet.

Bischof Dr. Klaus Krämer bei der Segnung des neuen Orgelhauses. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Der Weihbischof, der in der Diözese Rottenburg-Stuttgart für Kunst zuständig ist, heißt Dr. Gerhard Schneider und er steht bei der Eröffnungsfeier für ein Orgelhaus auf der Bühne.

Weihbischof Dr. Gerhard Schneider bei seiner Begrüßung. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Auf einer Bühne erhält ein Mann einen verkleinerten Gebäude-Querschnitt aus Metall als Geschenk überreicht. Er ist ein Architekt. Die anderen Männer sind Vertreter beteiligter Firmen und Büros.

Architekt Johannes Schellinger von der Grund- und Bauverwaltung des Bischöflichen Ordinariats (zweiter von links) erhält einen stilisierten Querschnitt des Orgelhauses als Geschenk überreicht. Mit dabei sind (von links): Maximilian Löffler und Klaus Hildebrand von der LRO GmbH & Co KG sowie Sölvi Lederer, Lederer Ragnarsdóttir Architekten PartGmbB. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Sängerinnen und Sänger stehen in einem Saal auf der Bühne und singen. Im Hintergrund ist eine große Orgel zu sehen.

Ein Blick in das neue Orgelhaus mit den Sänger:innen des Hochschulchors Rottenburg und Tübingen auf der Bühne. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Bei einer Feierstunde segnete Bischof Dr. Klaus Krämer am Samstagnachmittag das neue Orgelhaus der Hochschule für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart. „Dieses Gebäude ist das neue Zentrum der kirchenmusikalischen Aus- und Fortbildung unserer Diözese. Es ist mir eine Freude, dass wir dieses Orgelhaus heute eröffnen können“, sagte Dr. Krämer. Kern des neuen Gebäudes ist die neue Orgel mit ihren 50 Registern der Firma Johannes Klais Orgelbau GmbH & Co. KG aus Bonn. Die Hochschule in Rottenburg ist eine von insgesamt nur zwei katholischen Hochschulen für Kirchenmusik in Deutschland. 

Ein wahrer Schatz

Kirchenmusik sei ein zentrales Element des liturgischen, pastoralen und kulturellen Wirkens der Kirche, hob Bischof Dr. Krämer in seiner Rede hervor. Über den unmittelbaren gottesdienstlichen Kontext hinaus wirke Musik im gemeinsamen Singen und Musizieren über alle Altersgruppen hinweg gemeinschaftsstiftend. „In einer Zeit zunehmender Säkularisierung und großer Verunsicherung in Kirche und Gesellschaft ist die Musik ein wahrer Schatz, dessen Möglichkeiten wir uns immer wieder neu bewusstwerden müssen. Musik, Kunst und Kultur wirken über alle gesellschaftlichen Gruppen hinweg integrativ. Die Kunst bringt Kirche und Gesellschaft an vielen Stellen miteinander in Kontakt und schafft erstaunliche Verbindungen“, würdigte der Bischof deren Bedeutung, bevor er das Orgelhaus seiner Nutzung übergab und es segnete.   

In einer Kirche der Zukunft

Weihbischof Dr. Gerhard Schneider, Leiter der für die Hochschule zuständigen Hauptabteilung „Liturgie (mit Kunst und Kirchenmusik) und Berufungspastoral“ im Bischöflichen Ordinariat der Diözese, begrüßte die anwesenden Vertreter der beim Bau des Orgelhauses beteiligten Firmen Lederer Ragnarsdottir Architekten PartGmbH und LRO GmbH & Co. KG sowie weiterer beteiligter Ingenieurbüros und Fachplaner. Weihbischof Dr. Schneider erinnerte daran, dass das neue Gebäude mehr als sieben Jahre, nachdem die ersten Entscheidungen zum Bau des Orgelhauses getroffen wurden, nun ein sichtbares Zeichen der konzeptionellen Entwicklung der Kirchenmusik in der Diözese ist. „Auf vielfältige Weise durften wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass das kirchenmusikalische Wirken in unserer Diözese in seiner ganzen Breite auch in einer Kirche der Zukunft seiner grundlegenden Bedeutung gerecht werden kann“, sagte Dr. Schneider. 

Für Tradition und Zukunft

Professor Stefan Palm, Rektor der Hochschule für Kirchenmusik, sprach angesichts der Eröffnung von „einem Tag der Vollendung und einem Tag des Aufbruchs“. Die Studierenden der Hochschule hätten nun erstmals jederzeit Zugang zu einem Instrument, das ihre Entwicklung nachhaltig prägen werde. „Möge dieses Haus ein Fels der Kirchenmusik sein, getragen von unserem Glauben, ein Ort für Tradition und Zukunft“, sagte Palm. 

Neue Formate von Fort- und Weiterbildungen

Hauptsächliche Nutzer des Orgelhauses sind fortan die Studierenden der Hochschule, die künftig die Möglichkeit haben, mit dem neuen Instrument die gesamte Bandbreite der Orgelmusik, von der Renaissance bis zur Gegenwart, unter optimalen Bedingungen zu erleben und zu erlernen. In dem neuen Gebäude werden zudem Ausbildungen wie ab Herbst die neue ökumenische Kinderchorleiter:innen-Ausbildung in Kooperation mit der evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Tübingen stattfinden sowie die popularmusikalische Band- und Chorleiter:innen-Ausbildung der Diözese. Als Mittelpunkt des kirchenmusikalischen Ausbildungszentrums der Diözese Rottenburg-Stuttgart werden in dem Orgelhaus in Zukunft auch neue Formate von Fort- und Weiterbildungen für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker der Diözese stattfinden, die auf die dynamische Entwicklung der musikalischen und pastoralen Anforderungen an die Kirchenmusik reagieren.

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