Mit Zuversicht in die Zukunft
In Anlehnung an ein berühmtes Zitat von Václav Havel, dass Hoffnung nicht die Überzeugung sei, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal, wie es ausgeht, wünschte Kirschner den ehrenamtlich Engagierten ebendiese Erfahrung von Sinn im Tun, denn „sie ist das, was Engagement trägt, auch wenn die Gesellschaft und die Welt um uns herum in desaströse Richtungen zu kippen droht“. Im Glauben erfahre diese Hoffnung eine Vertiefung, wenn es gelingt, „alles im eigenen Tun und Zweifeln und Suchen Gott anzuvertrauen und in seine Hand zu legen“. Zukunftsmut wachse letztlich dort, „wo ich den Anderen in den Blick nehme und aufhöre, um mich selbst zu kreisen“. Mit anderen Worten bedeute dies, so Kirschner: „Zukunftsmut wächst nicht nur aus Überzeugung und aus dem Dennoch-Vertrauen des Glaubens in Gott, er wächst dort, wo Liebe ist. Es ist die Caritas selbst, die Zukunft eröffnet und Mut macht.“ Es gelte, „die verbandlichen Strukturen und die Kultur der Caritaskonferenzen daran auszurichten, dass diese eigentliche, das Engagement motivierende Erfahrung leitend wird und das gemeinsame Tun prägt: Das Handeln aus Überzeugung, das Vertrauen in Gott und vor allem, das zwischenmenschliche Wohlwollen absichtsarmer Liebe“.
Dass der anstehende Veränderungsprozess ein Prozess ist, für den es auch Leichtigkeit, Kreativität und Humor braucht, zeigte Q-rage mit spritzigem Improvisationstheater. Die Vertreter- und Vertreterinnenversammlung gab grünes Licht für das mutige Weitergehen in diesem Prozess. In Gesprächsrunden, Mini-Workshops und einem gemeinsamen Gottesdienst setzten sich anschließend die ehrenamtlich Engagierten mit dem Thema auseinander. Sie tauschten sich über Erfahrungen und Chancen aus, neue Ehrenamtliche zu gewinnen, nahmen im Gestalten eines Zukunftsbaums das Fundament und die Ressourcen sowie die mögliche künftige Gestalt ihres persönlichen und verbandlichen Engagements in den Blick oder übten sich in Teamarbeit auf dem Wagemut-Parcours mit Strippensurfer und Schwungtuch. Auch das Angebot, einen Sonnenfänger aus Perlen und Acrylsteinen zu basteln, fand regen Zuspruch: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen die kleinen Anhänger, die das Licht sammeln und in vielen Farben tanzen lassen, mit nach Hause als Zeichen für Zuversicht, Verbundenheit und den Mut, die Zukunft mit Gottvertrauen zu gestalten.