Deutsche Bischofskonferenz

Für Menschenwürde und die freiheitliche Grundordnung

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Diözesanadministrator Dr. Clemens Stroppel - Foto: DRS/Franziska Kraufmann

„Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar“ - Diözesanadministrator Dr. Clemens Stroppel begrüßt Erklärung der Bischöfe.

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) verabschiedete bei ihrer Frühjahrs-Vollversammlung in Augsburg am heutigen Donnerstag eine Erklärung, in der sie gegen alle Formen des Extremismus, besonders gegen Rechtsextremismus Stellung bezieht. Darin betonen die Bischöfe: „Völkischer Nationalismus ist mit dem christlichen Gottes- und Menschenbild unvereinbar. Rechtsextreme Parteien und solche, die am Rande dieser Ideologie wuchern, können für Christinnen und Christen daher kein Ort ihrer politischen Betätigung sein und sind auch nicht wählbar.“

Diözesanadministrator Dr. Clemens Stroppel, der zusammen mit den Weihbischöfen Thomas Maria Renz, Matthäus Karrer und Dr. Gerhard Schneider für die Diözese Rottenburg-Stuttgart an der Versammlung teilnahm, sieht den Einsatz für Menschenwürde und die freiheitliche Grundordnung als Gebot der Stunde „in Verantwortung vor Gott und den Menschen“. Er ordnet die Erklärung so ein:

Wir haben uns in der Bischofskonferenz intensiv mit den Argumentationen und Strategien des Rechtsextremismus, insbesondere der AfD, auseinandergesetzt. Wir sehen deutlich die gezielte Infragestellung unserer freiheitlichen Demokratie und der Menschenrechte. Die nicht wenige Menschen beunruhigenden oder beängstigenden Krisen dürfen nicht dazu verleiten, Extremisten zu unterstützen oder zu wählen.

Völkische Vorstellungen, abstoßende Äußerungen über Migranten und ihre Unterstützer und krude Ausweisungsphantasien, die Ablehnung von Schutzangeboten für Geflüchtete, Rassismus und Antisemitismus, die Leugnung des menschengemachten Klimawandels und die pauschale Verächtlichmachung von politischen Akteuren und Institutionen oder die Agitation gegen die parlamentarische Demokratie sind nicht akzeptabel.

In Verantwortung vor Gott und den Menschen stehen wir ein für Menschenwürde und unsere freiheitliche Grundordnung. Wir bestärken alle, die sich in Parlamenten und Gemeinderäten engagieren für Gemeinwohl, Demokratie und Menschenrechte engagieren und sich dafür zur Wahl stellen.

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