Kirche der Zukunft

Mit Haltung(en) zur Kirche der Zukunft

Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Jochen Wiedemann

In den nächsten Wochen, während er Fastenzeit, stellen wir Ihnen die zehn synodalen Haltungen vor – begleitet von Stimmen aus der gesamten Diözese.

Gemeinsam auf dem Weg zur Kirche der Zukunft, die sich öffnet, sich bewegt und den Veränderungen stellt. Lassen Sie sich inspirieren, wie „Haltung zeigen“ unseren gemeinsamen Weg zur Kirche der Zukunft prägen kann.

 

Zehn Haltungen – für einen guten Prozessverlauf  

Seit Beginn des Jahres 2026 befinden sich die Programme des Prozesses „Kirche der Zukunft“ – darunter Seelsorge in neuen Strukturen, Räume für eine Kirche der Zukunft und Digitalstrategie – in einer neuen Phase. Damit wir diesen gemeinsamen Weg gut weitergehen, stellen wir Ihnen in den kommenden Wochen die zehn synodalen Haltungen vor.

Die Haltungen können Orientierung geben und Impulse setzen, wie in Gremien eine offene und ehrliche Auseinandersetzung stattfinden kann – besonders in den Zeiten der Veränderungen, die vor uns liegen.

„Veränderung aus dem Glauben zu gestalten bedeutet, einander zuzuhören und zu verstehen, die Zeichen der Zeit zu erkennen und sich zu fragen, was Menschen heute brauchen“, sagt die Leiterin der Gruppe „geistlich bewegt“, Kirstin Kruger-Weiß. „Die Synodalen Haltungen ermutigen dazu, Veränderung als einen Lern- und Übungsprozess zu begreifen und sich zu fragen, wie man selbst in den synodalen Haltungen wachsen kann. Ich bin überzeugt, dass die Haltungen Gremien dabei helfen können, sich in den Prozess einzubringen, ihn im Sinne des Evangeliums mitzugestalten und die anstehenden Entscheidungen mitzutragen – auch solche, die herausfordernd sind oder schmerzen.“

Positive Haltung vermitteln, Gottes Geist Raum geben

Auch Stefanie Oeben aus dem Leitungsteam des Prozesses „Kirche der Zukunft“ betont: „Natürlich können und werden die Haltungen die verständlichen Sorgen im Zusammenhang mit den anstehenden Veränderungen nicht auflösen. Aber die Haltungen verströmen etwas Positives. Sie schaffen Orientierung, ohne zu belehren. Das haben wir auch gemerkt, als Kirstin Kruger-Weiß die Haltungen in einem Treffen aller Programmleitungen zum Prozess vorgestellt hat. Besonders in Gremien können sie helfen, Akzeptanz zu stärken, das Miteinander zu strukturieren und geistliche Tiefe zu eröffnen – so werden nachhaltige Veränderungen möglich.“

Wie wertvoll die Haltungen im Alltag sein können, weiß Kirstin Kruger-Weiß: „Die Haltungen sind nicht nur für kirchliche Veränderungsprozesse da. Wenn ich sie in meinen Alltag und meine Arbeit einfließen lasse, entsteht eine andere Atmosphäre, in der um Entscheidungen gerungen werden kann und Gottes Geist Raum hat. Uns ermutigen die Erfahrungen, die wir bisher in der Gremienarbeit mit den Haltungen gemacht haben. Wenn wir die Haltungen aktiv in die Sitzung einbinden, ist der Geist der Haltung zu spüren.“

Damit die Haltungen auch Sie wie ein innerer Kompass durch die Weiterentwicklung der Diözese tragen können, stellen Ihnen Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der Diözese in den nächsten Wochen jede Woche eine Haltung vor – mit persönlichen Gedanken, Erfahrungen und Anregungen. Zusätzlich erhalten Sie Impulse, wie Sie die jeweilige Haltung in Ihre Gremienarbeit einfließen und sich davon inspirieren lassen können. 

Wir laden Sie herzlich ein: Probieren Sie aus, seien Sie neugierig – und tragen Sie die Haltungen weiter. Gestalten Sie zusammen mit vielen anderen eine Kirche, die sich öffnet, sich bewegt und gemeinsam Zukunft gestaltet. 

Die erste „Synodale Haltung” wird am 23. Februar 2026, dem ersten Fastensonntag, veröffentlicht.

Material und Unterstützung

Zu jeder Haltung stellt Ihnen die Gruppe „geistlich bewegt“ Material bereit. Es sind kurze Impulse, die beispielsweise zu Beginn einer Gremiums-Sitzung, eines Pastoralteam-Treffens oder bei dialogischen Veranstaltungen gehalten werden können. Darüber hinaus finden Sie im Material Anregungen, wie die Haltung in der Sitzung eingeübt und die Erfahrung auch ausgewertet werden können. Die Haltungen bauen nicht aufeinander auf und müssen nicht in einer bestimmten Reihenfolge abgearbeitet werden - Sie können wählen, welches Thema für Sie gerade passend ist. Das Material ist so zusammengestellt, dass jede:r aus einem Gremium den Impuls zu den Haltungen einbringen und durchführen kann. Zusätzlich steht Ihnen für jede Haltung ein entsprechendes Piktogramm zur Verfügung, das Sie für Ihre Sitzung groß ausdrucken können, um es bspw. an die Wand zu hängen oder in die Mitte zu legen. 

Die Impulse und die Piktogramme können Sie unter dem folgenden Link herunterladen:

https://medienpool.drs.de/web/8ee37698fcff8663/synodale-haltungen/

Wenn Sie den Haltungen mehr Raum geben und die geistliche Dimension des Prozesses mehr in den Blick nehmen und sich davon leiten lassen möchten, finden Sie umfangreicheres Material zu den Haltungen 

Für Fragen zum Material und Unterstützung können Sie sich gern per E-Mail an die Gruppe „geistlich bewegt“ wenden: an-vielen-orten(at)drs.de

Weitere Nachrichten

Demokratie
In Tübingen wurden die theologischen Bemühungen, die Rechtsextremen und das Engagement gegen diese zu verstehen, vorgestellt und diskutiert.
Weiterlesen
Wahlen
Der zwölfte Priesterrat in der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat sich am Mittwoch, 4. März konstituiert und Dekan Ulrich Kloos zum Sprecher ernannt.
Weiterlesen