Katholischer Medienpreis

Ausgezeichnet!

Gruppenbild mit Bischof: die Preisträger Veronika Wulf (3. v. l.), Moritz Riesewieck (4. v. l.), Hans Block (6. v. l.), Sarah Seifen (4. v. r.), Heribert Prantl (3. v. r.) und Charlotte Eichhorn (2. v. r.) eingerahmt von den Jurymitgliedern und Laudatoren Prof. Dr. Claudia Nothelle, Albert Herchenbach und Prof. Dr. Frank Überall. Bild: Thomas Brandl

Im Max-Ernst-Museum in Brühl bei Köln hat Bischof Gebhard Fürst am Montagabend herausragende journalistische Arbeiten ausgezeichnet.

Den Katholischen Medienpreis in der Kategorie Elektronische Medien gewannen die beiden jungen Dokumentarfilmer Hans Block und Moritz Riesewieck für ihren bei ARTE und im Kino ausgestrahlten Beitrag "The Cleaners" über sogenannte Content-Moderatoren, die von den Philippinen aus das Internet von Hass, Mord, Terror, Krieg, Suiziddarstellungen und anderen Scheußlichkeiten zu säubern versuchen.

Der Preis in der Kategorie Print ging an die aus Stuttgart stammende Journalistin Veronika Wulf für ihren Beitrag aus der taz "Der fremde Sohn". Die Absolventin der Zeitenspiegel-Reportageschule hatte über zwei Jahre hinweg eine Backnanger Familie begleitet, die einen unbegleiteten 16-jährigen Flüchtling aus Syrien bei sich aufgenommen hatte. Veronika Wulf arbeitet seit dem Abschluss ihres Volontariates in München als Wirtschaftsredakteurin bei der Süddeutschen Zeitung.

Die Auszeichnung "journalistisch WERTVOLL" wurde Sarah Seifen für die sechsstellige Serie "Und Tschüss?! - Bleiben oder Gehen" zum Thema Kirchenaustritt in den Bistumszeitungen in Fulda, Limburg und Mainz zuteil; ebenso Sandra Weiss und Charlotte Eichhorn für ihr multimediales, interkulturelles Langzeitprojekt "Völkermord im Verborgenen" über die Guarani im Amazonasbecken.

Der renommierte Kommentator und Innenpolitik-Chef der Süddeutschen Zeitung, Prof. Dr. Heribert Prantl, bekam für seine Essays zu den Hochfesten der Kirche den Sonderpreis der Jury. Prantl bescheinigte die Jury, er schreibe "aus dem Selbstverständnis eines Menschen heraus, dessen Leben letztlich vom Glauben und der Hoffnung geprägt ist" - auch wenn er die Kirche immer wieder deutlich kritisiere. Der 66-Jährige war einst Stipendiat der katholischen Journalistenschule ifp in München und hat im Laufe seiner Karriere mehr als 20 Preise gewonnen.

Bischof Gebhard Fürst ist Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz.