Kirchenmusik

Baufortschritt „klingt gut“

Der Orgelbau läuft - die Hauptorgel der Wiblinger Basilika "wächst" sichtbar. Foto: DRS/Jerabek

Die Hauptorgel in der Wiblinger Basilika nimmt Gestalt an. Eine Benefiz-Doppel-CD verkürzt das Warten und unterstützt das Projekt.

Der Kran wird nicht mehr benötigt und das Kirchenschiff sieht nicht mehr nach Baustelle aus: Die Arbeiten an der Winterhalter-Orgel konzentrieren sich jetzt auf die Westempore, wo die Hauptorgel der Wiblinger Basilika täglich sichtbar gewachsen ist. Der Orgelprospekt ist fertiggestellt, die großen Pfeifen sind in das Gehäuse eingesetzt. Die Goldglas-Elemente, die den Prospekt nach oben abschließen und die auf die Pilaster und die vergoldeten Kapitelle Bezug nehmen, werden montiert. „Jetzt schon wird sichtbar, wie dieses Instrument diesen Kirchenraum prägen wird“, freut sich Dekan Ulrich Kloos.

Mitte Januar beginnt Intonation

Aber auch das filigrane „Innenleben“ der neuen Orgel, etwa die Registerzüge und die Traktur, also die Verbindung zwischen den Tasten und den Ventilen, die die Luft in den Pfeifenfuß strömen lässt, macht Fortschritte. Mitte Januar, so rechnet der Wiblinger Pfarrer, sollen die Register eingebaut sein. Dann beginnt die Intonation. „Bei mehr als 3300 Pfeifen, die Ton für Ton gestimmt werden müssen, wird das einige Zeit in Anspruch nehmen.“ Die Einweihung der Orgel ist für Pfingsten geplant.

Ein ökumenisches Projekt

Um die adventliche Zeit des Wartens zu verkürzen – und den Orgelneubau auch finanziell zu unterstützen –, hat der Orgelförderverein eine Doppel-Benefiz-CD initiiert. Unter dem Namen „Ulmer Orgelklang“ haben katholische und evangelische Organisten aus Ulm und Neu-Ulm Orgelstücke eingespielt. „Es ist ein ökumenisches Projekt von der Entstehung und auch vom Benefizgedanken“, sagt Dekan Kloos, der auch Vorsitzender des Orgelfördervereins Basilika Ulm-Wiblingen ist. Denn der Erlös - etwa die Hälfte des Verkaufspreises - kommt nicht nur dem Wiblinger Orgelprojekt zugute, sondern auch der neuen Chororgel im Ulmer Münster.

Zu hören sind Werke von Louis Lefébure-Wély, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy, Théodore Dubois und anderen – allesamt Lieblingsstücke der ausführenden Musikerinnen und Musiker – mit einer Gesamtspielzeit von zweieinhalb Stunden.

Die Doppel-CD ist zum Stückpreis von 20 Euro über den Orgelförderverein erhältlich. Bestellungen unter Angabe des Namens und der Adresse sind per E-Mail an ulrich.kloos(at)drs.de oder an Orgelfoerderverein-Basilika.Ulm(at)drs.de möglich, der Betrag ist zugleich auf das Konto des Orgelfördervereins zu überweisen: Volksbank Ulm-Biberach eG, IBAN: DE57 6309 0100 0142 8790 02.