Weihnachten 2020

Begleitung durch die Adventszeit

Die Weihnachtsgeschichte im Karton

"Die Weihnachtsgeschichte im Karton" bietet Anregungen für eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit. Foto: Martina Schäfer

„Die Weihnachtsgeschichte im Karton“ der Seelsorge bei Menschen mit Behinderung bietet ein speziell aufbereitetes Set an Materialien.

Die zwölf Schachteln, die Birgit Keilbach zusammengestellt hat, haben schnell die Runde gemacht. Sie enthalten jeweils fünf große Briefumschläge, ein LED-Teelicht sowie drei Krippenfiguren: Maria, Josef und das Jesuskind. Mit dem Material lässt sich die Weihnachtsgeschichte in mehreren Teilen nacherzählen.

Keilbach ist für die Seelsorge bei Menschen mit Behinderung in den Dekanaten Hohenlohe und Mergentheim zuständig. Dabei ist sie insbesondere an der Geschwister-Scholl-Schule in Künzelsau, einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum, tätig. Für die Schülerinnen und Schüler gibt es jedes Jahr eine große Weihnachtsfeier. Klar, dass das diesmal so nicht möglich ist. „Schon zu Beginn des Schuljahrs haben die Schülerinnen und Schüler gefragt, ob Weihnachten dieses Jahr ausfällt. Da wusste ich: Es muss etwas passieren“, sagt Keilbach. Verschiedene Lehrerinnen und Lehrer haben zugesagt, dass sie mitmachen würden.

In einem Gespräch mit Martina Schäfer, Sekretärin der Dekanatsgeschäftsstelle des Dekanats Hohenlohe, entstand die Idee für „Die Weihnachtsgeschichte im Karton“. Die Materialien erzählen zum Beispiel von der Herbergssuche oder den Hirten. Die passenden Abschnitte aus dem Evangelium sind dabei in leichter Sprache formuliert, sodass sie auf Textverständlichkeit besonders achten. Spezielle Piktogramme für Menschen mit Behinderung weisen auf Anregungen und Aktionen hin. Zusätzlich führen QR-Codes zu Liedtexten. Damit lassen sich adventliche und weihnachtliche Feiern im engsten Kreis gestalten.

Nach und nach entsteht eine Krippe

Die Schachteln sind nicht nur in den Klassen der Schule im Einsatz, auch aus Seelsorgeeinheiten gibt es Interesse, wie Keilbach berichtet. So sind zwei Kartons an diese gegangen, um für Familien zur Verfügung zu stehen.

Beim Erzählen der Weihnachtsgeschichte vervollständigt sich nach und nach die Krippenszene. Denn zu jedem Teil gibt es die passenden Figuren zum Ausschneiden. So können zu Maria, Josef und dem Jesuskind zum Beispiel die Hirten oder Ochs und Esel in eine Krippe gestellt werden.

Seit fast zehn Jahren ist Keilbach mit der Seelsorge bei Menschen mit Behinderung betraut. Seit wenigen Wochen arbeitet die 54-Jährige zusätzlich im Seniorenpastoral im Dekanat Hohenlohe. Die Stelle ist neu, Keilbach gestaltet sie gerade aus: „Ich schaue, was es in den Seelsorgeeinheiten bereits gibt.“

Als einen wachsenden Bereich bezeichnet Dekan Ingo Kuhbach die Seniorenarbeit. Auf Nachfrage skizziert er, worum es beim Seniorenpastoral in Hohenlohe unter anderem gehen wird: So sollen in ökumenischer Zusammenarbeit Gottesdienstangebote in den Pflegeeinrichtungen gesichert werden. Dabei sollen auch die Ehrenamtlichen unterstützt und eingebunden werden, die sich bereits in diesem Feld engagieren.

„Mir war es wichtig, die Seelsorge bei Menschen mit Behinderung nicht aufgeben zu müssen“, sagt Keilbach über ihre beiden Aufgaben. Die überschneiden sich, weshalb sie gut zueinanderpassten. Keilbach führt aus: Themen wie die Probleme der pflegenden Angehörigen oder die aktuelle, coronabedingte Situation in den Einrichtungen ähnelten sich in den beiden Bereichen.

Weihnachten 2020

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