Corona

Dank und Aufruf zum gemeinsamen Gebet

Bischof Dr. Gebhard Fürst dankt für die Vielzahl solidarischer Aktionen, die in den Kirchengemeinden für bedürftige Menschen entstehen.

Bischof Dr. Gebhard Fürst bedankt sich für die Vielzahl solidarischer Aktionen, die in den Kirchengemeinden für bedürftige Menschen entstehen. „Das ist tätige Liebe und Dienst am Nächsten“, sagt er und appelliert an die besondere Verantwortung, nun aufmerksam und achtsam zu sein, um gemeinsam die Virus-Krise zu meistern. „Wir haben eine einmalige Situation mit einschneidenden Maßnahmen. Ich rufe Sie deshalb dazu auf, alleine oder im Kreis Ihrer Familie zu beten und so im Gebet miteinander verbunden zu sein.“

Um diese Verbundenheit zu stärken, läuten fortan täglich um 19.30 Uhr an vielen Orten in ganz Deutschland die Kirchenglocken. Um diese Uhrzeit sind die Menschen eingeladen, sich eine kurze Auszeit im Gebet zu nehmen und damit ein gemeinsames Zeichen der Hoffnung zu setzen.

Neben den Impulsen, die viele Kirchengemeinden vor Ort auf ihren Internetseiten oder in ihren Gemeindeblättern zur Verfügung stellen, findet sich auch auf der Homepage der Diözese ein „Gebet der Hoffnungszeit“ für diesen ganz besonderen Moment des Tages. Auch Papst Franziskus hat zu einem weltweiten Vaterunser-Gebet gegen die Coronavirus-Pandemie aufgerufen. Alle Christen sollen am Mittwoch, 25. März, dem Hochfest „Verkündigung des Herrn“, um 12 Uhr mittags Gott anrufen.

Kar- und Ostertage: Pfarrer feiern Gottesdienste alleine in den Kirchen

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat zudem Regelungen getroffen, wie das Osterfest trotz des Gottesdienst-Verbots gefeiert werden kann. Entsprechende Informationen wurden an die Verantwortlichen in den Kirchengemeinden gesandt.

„Wir befinden uns in einem Ausnahmezustand, den noch vor wenigen Wochen niemand für möglich gehalten hätte“, sagt der für die Liturgie verantwortliche Weihbischof Dr. Gerhard Schneider. „Ostern ist die zentrale Feier unseres Glaubens und unserer Hoffnung. Wir haben Wege gesucht, damit die Menschen in unserer Diözese dieses höchste Fest der Christenheit in Freude mitfeiern können, selbst wenn sie ganz alleine zuhause sind.“

Die Diözese wird daher Vorlagen für Hausgebete erstellen, mit denen die Gläubigen alleine oder im Kreis der häuslichen Familie in den österlichen Tagen beten können.

Folgende Festlegungen wurden getroffen: Die Priester sind aufgerufen, die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen alleine in den Kirchen zu feiern – in geistlicher Verbundenheit mit den Gläubigen und deren Anliegen.

Am Gründonnerstag entfällt darüberhinaus die optionale Fußwaschung. Die Ölbergandacht soll von den Gläubigen zuhause gebetet werden.

An Karfreitag finden keine Gottesdienste und Prozessionen im Freien statt. Den Großen Fürbitten wird eine weitere Fürbitte hinzugefügt, die die Kranken, die Verstorbenen, die Trauernden und alle, die sich in diesen Wochen für die Versorgung und das Wohl der Menschen besonders einsetzen, in den Blick nimmt.

Die Feier der Osternacht beginnt ohne Prozession mit der Entzündung der Kerze in der Kirche und dem gesungenen Osterlob. Das Osterfeuer entfällt. In der Taufliturgie wird nur das Taufversprechen erneuert. Auch die Osternacht feiern die Priester alleine in der Kirche.

Allerdings soll die Osterkerze, sofern die Kirchen in diesen Tagen geöffnet sein können, im Anschluss während der Öffnungszeiten der Kirche brennen. In allen Kirchengemeinden in der Diözese erklingen zum Gloria am Gründonnerstag und in der Osternacht sowie am Ostersonntag die Glocken.

Die Chrisammesse, bei der die heiligen Öle geweiht werden, wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Regelmäßige Video-Botschaften und Hotline geschaltet

Bischof Fürst feiert die Gottesdienste am Palmsonntag sowie an den Kar- und Ostertagen nicht öffentlich im Dom Sankt Martin in Rottenburg. Diese werden auf der Homepage der Diözese unter www.drs.de sowie bei YouTube übertragen.

Um trotz all der weitreichenden Einschränkungen in Verbindung mit den Menschen zu bleiben und ihnen beizustehen, wird sich Bischof Fürst zudem zweimal wöchentlich in einer Video-Botschaft an die Katholikinnen und Katholiken in der Diözese wenden. Dabei erläutert er auch aktuelle Maßnahmen, die der Krisenstab der Diözese getroffen hat.

Für Fragen zum kirchlichen Umgang mit dem Corona-Virus hat die Diözese darüberhinaus eine Hotline eingerichtet. Die Leitungen sind montags bis freitags von 8.30 bis 16.30 Uhr unter der Nummer 0 74 72 / 1 69 10 10 bzw. 0 74 72 / 1 69 10 20 zu erreichen.

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