Umwelt

Diözese reduziert die CO2-Emissionen

Neue Wärmeerzeugung im Wilhelmsstift. Heizzentrale im Diözesanmuseum soll weitere Gebäude mit Wärme und Strom versorgen.

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart plant, bis ins Jahr 2050 die vollständige Klimaneutralität in ihrem Zuständigkeitsbereich zu erreichen. Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, wurde nun die Wärmeerzeugung im Wilhelmsstift in Tübingen erneuert: Zwei Gaskessel aus dem Jahr 1997 wurden ausgebaut und durch ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit zusätzlichem Anschluss an die Fernwärmeversorgung der Stadt Tübingen ersetzt, erläutert Stefan Baur von der zuständigen Grund- und Bauverwaltung des Bischöfliches Ordinariats in Rottenburg.

Das BHKW decke nahezu den vollständigen Strombedarf des Wilhelmsstifts ab und der Überschuss werde ins Stromnetz eingespeist. Ebenso erzeuge das BHKW rund die Hälfte des benötigen Wärmebedarfs. Durch die Sanierungsmaßnahme sollen die CO2-Emissionen um die Hälfte gesenkt werden. „Die Einsparung entspricht in etwa 120 Tonnen pro Jahr“, sagt Bauer. Die bestehenden gesetzlichen Anforderungen beim Austausch einer Wärmeerzeugungsanlage würden so deutlich übertroffen.

Eine weitere größere Sanierungsmaßnahme soll im August beginnen. Dann wird die Heizzentrale im Diözesanmuseum Rottenburg erneuert, von wo aus auch die nahegelegenen Gebäude des Priesterseminars, des Johann-Baptist-Hirscher-Hauses und des Instituts für Fort- und Weiterbildung angeschlossen und mit Wärme und Elektrizität versorgt werden sollen. Hierbei ist geplant, die bestehende Heizanlage durch zwei, dem neusten technischen Stand entsprechende, Gaskessel und durch ein BHKW zu ersetzen. Die dort erzeugte Wärme und der Strom werden komplett in den angeschlossenen Gebäuden verbraucht. Gegenüber der Altanlage soll so eine Verringerung der CO2-Emissionen um 40 Prozent realisiert werden.

Zum Hintergrund

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart tritt mit allen Kräften dafür ein, die Erderwärmung bis ins Jahr 2100 auf mehr als 1,5 Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu verhindern. Vor diesem Hintergrund soll bis ins Jahr 2050 die vollständige Klimaneutralität im Zuständigkeitsbereich der Diözese verwirklicht werden. Das bedeutet eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 85 Prozent, verglichen zum Jahr 2015.