Dekanat Heilbronn-Neckarsulm

Ein Pfeil aus Epoxidharz weist in die "KiamO"-Zukunft

Der „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“-Prozess des Dekanats Heilbronn-Neckarsulm ist zu Ende gegangen.

Zur Abschlussveranstaltung mit mehr als 100 Teilnehmern kam Weihbischof Matthäus Karrer nach Heilbronn. Der „Markt der Fachdienste“ bot zu Beginn die Möglichkeit, mit Vertretern der Fachdienste, wie der Betriebsseelsorge, der Caritas oder dem K-Punkt, ins Gespräch zu kommen. „Der KiamO-Prozess endet, doch Kirchenentwicklung geht weiter“, sagte Luise Schadt, Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Um dies zu symbolisieren, ließen Vertreter der Gemeinden bei der Aktion „Zukunftspfeil“ mitgebrachte Gegenstände in transparentes Epoxidharz ein. Jedes mitgebrachte Symbol stand für eine wichtige Erkenntnis.   

Weihbischof Karrer würdigte das Engagement und den Mut zu neuen Wegen. „Für was braucht es uns Katholiken und Katholikinnen an diesem Ort?“ - dies sei bei allem Tun und Handeln eine entscheidende Frage, sagte Karrer. In den Kirchengemeinden fehle es oft nicht an Angeboten, sondern an der Sprachfähigkeit im Glauben. Hier zu handeln, dafür seien die Hauptamtlichen verantwortlich. Die Diözese wolle im Bereich der Katechese den Menschen mehr Fragen stellen, statt nur neue Konzepte zu entwickeln.

Kirchliches Leben finde auch außerhalb von Kirche statt, beispielsweise in der JVA, in der Schule oder im Krankenhaus. Karrer betonte, dass weiterhin regionale und lokale Lösungen gefunden werden müssen: Die Gemeinden in Erlenbach und Binswangen seien beispielsweise nicht mit St. Franziskus in Lauffen zu vergleichen. Zudem arbeitet die Diözese an Lösungen für den Personalmangel, wie Karrer erklärte.

Jetzt folgt die externe Auswertung

Die Abschlussberichte aus den Gemeinden und Seelsorgeeinheiten der Diözese gehen nun zur Auswertung an die Katholische Hochschule im Erzbistum Freiburg. Durch die externe Auswertung verspricht sich Karrer einen neutralen Blick von außen.

„Weniger Selbstbespiegelung der Kirche“, „Veränderung von Leitungsstrukturen – hin zur Demokratie bis in alle Ebenen“ und „Transparenz bei der Auswertung“ waren Forderungen, die die Teilnehmer dem Weihbischof nach Rottenburg mitgaben.

An der Götzenturmbrücke hatte der Entwicklungsprozess vor fünf Jahren angefangen, auf der anderen Seite des Neckars endete er jetzt vorerst: Beim liturgischen Abschluss unterstrich Dekan Roland Rossnagel den Perspektivwechsel, den der KiamO-Prozess erreicht hat.