Auszeichnung

Einsatz für nachhaltigen Konsum

Die Stadt Neckarsulm hat sich erfolgreich als Fairtrade-Town beworben. Verschiedene kirchliche Unterstützer tragen die Initiative mit.

In einer Online-Veranstaltung bekommt die Stadt Neckarsulm am Mittwoch, 5. Mai, das Zertifikat Fairtrade-Town verliehen. Sie ist damit die 733. Fairtrade-Town in Deutschland und die 136. Fairtrade-Town in Baden-Württemberg. „Verschiedene Akteure der Stadtgesellschaft haben sich erfolgreich vernetzt und gemeinsam die Etappen auf dem Weg zur ‚Fairtrade-Town‘ gemeistert“, wird die Vorsitzende der Neckarsulmer Steuerungsgruppe, Annerose Zaiser, in einer Mitteilung zitiert. In der Steuerungsgruppe sind auch die Kirchen gut vertreten.

Die Gruppe hat sich monatlich getroffen, erklärt Elisabeth Schick. Die Pastoralreferentin ist für die katholische Gesamtkirchengemeinde Neckarsulm in dem Gremium dabei. Auch die Kolpingsfamilie engagiert sich dort, wobei es zugleich Überschneidungen zum Weltladen gibt. Die evangelische Kirchengemeinde macht ebenfalls in der Steuerungsgruppe mit.

Kooperationspartner beteiligen sich an Kampagne

Die Steuerungsgruppe bereitete die Bewerbung vor und suchte Kooperationspartner, die dabei mithelfen, die Zertifizierungskriterien zu erfüllen. Eines der wichtigsten ist die Nutzung oder der Verkauf fair gehandelter Produkte. Neben Gastronomiebetrieben, Läden, Unternehmen zählen unter den weiteren Einrichtungen auch die Katholischen Fachschulen St. Martin zu diesem Netz an Kooperationspartnern.

Ursprünglich sollte die Zertifikatsübergabe im Sommer im Rahmen der 1250-Jahr-Feierlichkeiten der Stadt Neckarsulm stattfinden. Wegen Corona fiel die Wahl aber auf die Online-Variante. Durch Corona habe sich einiges schwieriger gestaltet, sagt Schick. So musste der im Zusammenhang mit der Übergabe geplante Vortrag von Wolfgang Kessler vom Publik-Forum auf Herbst verschoben werden. Er soll nun am 14. Oktober im Gemeindehaus St. Paulus stattfinden.

Für die Zertifizierung ist Transfair zuständig. Der Verein will mit der Auszeichnung als Fairtrade-Town den Handel mit fair gehandelten Produkten und Rohstoffen fördern und ein Bewusstsein für nachhaltigen Konsum schaffen. Sie sei bestrebt das Engagement in der Kirchengemeinde auch noch weiter auszubauen, sagt Schick.