Weltgebetstag

Frieden, Gerechtigkeit und Würde

Evangelische und katholische Frauen in Württemberg haben in Untermarchtal 50 Jahre katholische Beteiligung am Weltgebetstag gefeiert.

Margarete Willburger (Katholischer Deutscher Frauenbund, KDFB-Vertreterin in der Württembergischen AG für den Weltgebetstag) sprach in ihrem Grußwort über die Anfänge dieser Zusammenarbeit, die erst durch das Zweite Vatikanische Konzil (1962 bis 1965) möglich wurde.

Die Konzilsväter vollzogen eine grundlegende theologische Öffnung gegenüber Protestanten und Orthodoxen. 1969 rief ihrerseits die Weltunion der Kath. Frauenverbände ihre Mitglieder auf, zum ersten Mal an diesem Ökumenischen Weltgebetstag teilzunehmen. Ab diesem Jahr wird der erste Freitag im März festes Datum für den Weltgebetstag der Frauen. Kurze Zeit später gibt sich das Weltgebetstagskomitee in der Bundesrepublik Deutschland eine Satzung und schließt ab diesem Zeitpunkt die römisch-katholischen Frauenverbände ein. Seit dieser Zeit hat der KDFB Rottenburg-Stuttgart Sitz und Stimme in der Württembergischen Arbeitsgemeinschaft für den Weltgebetstag der Frauen in Stuttgart.
Über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg engagieren sich christliche Frauen beim Weltgebetstag dafür, dass Frauen und Mädchen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können.

Die aktiven Frauen in der Weltgebetstagsarbeit können sich auf ein weiteres Ereignis freuen: Im kommenden Jahr wird der 8. Ökumene-Preis des Vereins Unitá del Christiani e. V. an den Weltgebetstag verliehen. Die Gründung der Unitá dei Cristiani e. V. geht von Laien der verschiedensten Gesellschaftsbereiche aus und reiht sich seit dem Jahr 2000 in die ökumenische Bewegung ein. Das Ziel dieser Bewegung ist die Förderung von ökumenischen Projekten, um Brücken zu schlagen zwischen den Konfessionen.

Die Verleihung des Ökumene-Preises wird durch Landesbischof Dr. h.c. Frank Otfried July und Bischof Dr. Gebhard Fürst am Samstag, 28. März 2020, in der Stadt Dietenheim/Iller vorgenommen. Laudatorin für den WGT-Preis wird  Prof. Dr. Hildegard Kasper, Schwäbisch Gmünd, sein. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird voraussichtlich in ein Flüchtlingsprojekt für Mädchen im Libanon gehen.