Bischofspredigt

Frohe Botschaft contra Hass im Internet

Bischof Gebhard Fürst. Foto: DRS

Bischof Fürst in seiner Weihnachtsbotschaft: „Wir brauchen wieder mehr persönliche Begegnung von Angesicht zu Angesicht“.

„In einer Welt, in der Hass in den sozialen Netzwerken und Gewalt auf den Straßen zunehmen, tut Weihnachten uns allen gut – als Fest der Liebe und des Friedens.“ – In seiner Weihnachtsbotschaft stellt Bischof Gebhard Fürst die Frohe Botschaft der Ankunft von Jesus von Nazareth der zunehmenden Verrohung unserer heutigen Gesellschaft gegenüber.

In einem immer digitaler werdenden Zeitalter, in dem menschliche Beziehungen und die Kommunikation untereinander oft auf der Strecke blieben, sei es umso wichtiger, dass wieder mehr persönliche Begegnung von Angesicht zu Angesicht, von Person zu Person statt finde: „Es gibt keine engere Beziehung als die von Ich und Du.“

Von Liebe lebt unsere Gesellschaft, an Hass, an Lüge, Aggression und Gewalt stirbt das Zusammenleben.

In seiner Weihnachtsbotschaft stellt der Hirte von gut 1,8 Millionen Katholiken in Württemberg die Frage: „Wohin entwickelt sich unsere Gesellschaft ohne den Geist der Friedfertigkeit und des Mitgefühls, das Jesus von Nazareth hat für Menschen in Einsamkeit und Not?“ Es sei gut, dass es immer noch viele vom Geheimnis des Weihnachtsfestes und von der Frohen Botschaft Jesu begeisterte Menschen gebe, die Liebe schenkten und nicht Hass verbreiteten.
„Von Liebe lebt unsere Gesellschaft, an Hass, an Lüge, Aggression und Gewalt stirbt das Zusammenleben“, so Gebhard Fürst. Und das Gemeinwohl nehme schweren Schaden.

Für den Bischof steht außer Frage, dass im Zeitalter der digitalen Kommunikation die sozialen Netzwerke nicht mehr wegzudenken sind – aber es bestehe die Gefahr, dass Digitalisierung die Unmenschlichkeit schürt.

Der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart predigt beim Pontifikalamt zum Weihnachtsfest am 25. Dezember um 9.30 Uhr  im Rottenburger Dom St. Martin und zelebriert bei der Pontifikalchristmette an Heiligabend um 22 Uhr. Zum Pontifikalamt am ersten Weihnachtstag bietet die Diözese einen Livestream im Internet an: https://www.drs.de/mediathek/livestream.html. Die Sender EWTN, Bibel-TV und die Online-Plattform katholisch.de übernehmen den Livestream.

Bereits am Morgen des 24. Dezember feiert Weihbischof Matthäus Karrer mit den Inhaftierten der Justizvollzugsanstalt Heilbronn einen Weihnachtsgottesdienst, Bischof Gebhard Fürst mit jenen in der JVA Schwäbisch Hall und Weihbischof Thomas Maria Renz am Nachmittag mit jenen der JVA Rottenburg. Weihbischof Gerhard Schneider feiert die Christmette gemeinsam mit den Bewohnern des Altenpflegeheimes Liebfrauenhöhe in Ergenzingen. Zum Pontifikalamt am 25. Dezember um 10 Uhr in der Domkirche St. Eberhard kommt Weihbischof Thomas Maria Renz nach Stuttgart.