Einweihung

Klares Bekenntnis zu den sozialen Berufen

Sie freuen sich über die nun erfolgte Einweihung der Edith-Stein-Schulen in Rottweil (von links): Oberbürgermeister Ralf Broß, Cornelia Graf, Leiterin der Fachschule für Sozialpädagogik, Raphael Graf von Deym, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des Instituts für soziale Berufe Stuttgart, Bischof Gebhard Fürst und Tom Dickmann, Leiter der Fachschule für Heilerziehungspflege. Bild: DRS

Sie freuen sich über die nun erfolgte Einweihung der Edith-Stein-Schulen in Rottweil (von links): Oberbürgermeister Ralf Broß, Cornelia Graf, Leiterin der Fachschule für Sozialpädagogik, Raphael Graf von Deym, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des Instituts für soziale Berufe Stuttgart, Bischof Gebhard Fürst und Tom Dickmann, Leiter der Fachschule für Heilerziehungspflege. Bild: DRS

Die Edith-Stein-Schulen in Rottweil bilden Sozialpädagogen und Heilerziehungspfleger aus. Bischof Fürst segnete den Neubau.

Anlässlich der Einweihungsfeier der Edith-Stein-Schulen in Rottweil segnete Bischof Gebhard Fürst das neugebaute Schulhaus. Nachdem der bisherige Standort in der Johanniterstraße in Rottweil zu klein geworden war, hatte das „Institut für soziale Berufe“ als Schulträger rund elf Millionen Euro, inklusive Zuschüsse, in den Neubau investiert.

Das Stuttgarter Institut ist eine gemeinnützige GmbH, deren Gesellschafter sieben katholische Stiftungen und Verbände in der Diözese Rottenburg-Stuttgart sind. Raphael Graf von Deym, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des Instituts für soziale Berufe, sprach bei der Einweihungsfeier von einer „Investition in ein zeitgemäßes pädagogisches Konzept“.

Ausgezeichneter Neubau

In dem Neubau befinden sich die Fachschule für Sozialpädagogik und die Fachschule für Heilerziehungspflege. Rottweils Oberbürgermeister Ralf Broß hob in seinem Grußwort die zeitgemäße Ausstattung des Gebäudes hervor und Architekt Hanns Jana überbrachte die Nachricht, dass der Bau eine Auszeichnung beim „Hugo-Häring-Preis 2020“ des Bunds Deutscher Architekten, Landesverband Baden-Württemberg, erhalten habe.

Bischof Fürst wandte sich in seiner Ansprache an die Schülerinnen und Schüler und drückte seine Dankbarkeit darüber aus, dass sie sich dazu entschieden hätten, Sozialpädagogen und Heilerziehungspfleger zu werden. „Mit ihren künftigen Berufen tragen Sie dazu bei, dass aus verletzlichen Kindern starke Persönlichkeiten werden und Menschen eine Erfüllung finden können“, sagte er.

Optimale Bedingungen

Der Neubau am Rottweiler Wasserturm, zwischen Heerstraße und Hausener Straße, wird von 14 Klassen mit je 25 bis 30 Schülern mit Leben erfüllt. „Hier haben wir jetzt optimale Bedingungen“, freut es Tom Dickmann, Leiter der Fachschule für Heilerziehungspflege. Die großzügigen Räume ließen keine Wünsche offen: Alle Klassenräume seien digital ausgestattet und das Erdgeschoss diene unter anderem als Treffpunkt für die Schüler. Dort finde sich neben dem Haupteingang auch eine Caféteria mit Außenbereich sowie ein großer Saal. „Hier ist Platz für Begegnung, Tanz, Theater, Workshops und vieles mehr“, schließt sich Cornelia Graf, Leiterin der Fachschule für Sozialpädagogik, an. 200 Menschen fänden darin Platz. Nebenliegend seien Werk- und Kreativräume untergebracht. Im zweiten Obergeschoss vervollständigten eine große Bibliothek, ein Pflegefachraum und ein Ethikraum das Angebot.

Herzstück ist die Lehrküche

Als ein Herzstück des Hauses bezeichnen Graf und Dickmann die Lehrküche – ein Novum an der Schule. Bei der Einweihungsfeier besonders hervorgehoben wurde auch der neue „Raum der Stille“ mit einer ungewöhnlichen Kreuz-Interpretation der Künstlerin Angela Flaig. Diese hat vier quadratische Flächen mit Distel- und Waldrebensamen so angeordnet, dass sich daraus im Inneren ein Kreuz ergibt.

Auch über den neuen Standort mit seiner Aussicht auf die Stadt und den Albtrauf freuen sich Graf und Dickmann und sagen unisono mit einem Schmunzeln: „Abgelenkt werden können die Schüler lediglich durch den Ausblick auf Rottweil mit seinen Türmen. Das ist schon etwas Besonderes.“ Auch sonst sehen sie in der neuen Lage am Schulzentrum in der Heerstraße mit dem großen Busbahnhof jede Menge Vorteile.

Platz gibt es also genug in dem Schulneubau – doch gibt es auch genügend Interesse nach Schulplätzen in den sozialen Berufen? Graf und Dickmann zeigen sich zuversichtlich. Die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt sei sehr groß, zudem sei das Gehalt für die Auszubildenden inzwischen deutlich attraktiver geworden. Und beide heben hervor, dass bereits beim Baustart im Sommer 2018 betont worden war, dass der Neubau ein „klares Bekenntnis zu den sozialen Berufen“ ist.