Workshops, Vorträge, Führungen

Am Samstag startet das Begleitprogramm zur Dalí-Ausstellung im Rottenburger Diözesanmuseum.

Salvador Dalí tanzen. Und das geht? Den Beweis tritt Clemens Fröhlich, Tänzer des Stuttgarter Balletts, bei der Finissage der im Diözesanmuseum Rottenburg laufenden Salvador Dalí-Ausstellung „Biblia Sacra“ an. Losgelöst vom Malerischen zeigt er am Sonntag, 12. Januar, nächsten Jahres verschiedene tänzerische Ausdrucksmittel, wie Dalís Figurengestik und Farbwelt umgedeutet werden können. Doch auch schon in den Monaten zuvor ist im morgen beginnenden Begleitprogramm der Dalí-Ausstellung viel Abwechslung geboten.

„Malen wie Dalí“ heißt es so bei einem Workshop am Samstag, 12. Oktober, von 14 bis 19 Uhr im Diözesanmuseum. Melanie Prange, Leiterin des Diözesanmuseums Rottenburg und Organisatorin der Ausstellung, erläutert: „Dalí hat auch mit expressiven Mitteln gearbeitet. Er hat nicht nur gezeichnet, sondern die Farbe aufgespritzt.“  Bei dem Workshop lernen die Teilnehmer unter der Anleitung von Thomas Waldner, Dozent am Zeicheninstitut der Eberhard Karls Universität Tübingen, Dalís Mal- und Zeichentechnik genauer zu betrachten. Es geht darum, wie Dalí Farbe in seinen Bildern eingesetzt hat, um Gefühle und Stimmungen zu transportieren. Im Anschluss soll selbst gemalt werden. Die Materialien sind vorhanden.

Eine Führung für Kinder

Speziell an Kinder richtet sich dann eine Führung mit Judith Welsch-Körntgen, Museumspädagogin und Theologin, die am Samstag, 21. Dezember, ab 15 Uhr kindgerecht in das Werk des Künstlers einführen wird und dabei den Schwerpunkt auf Weihnachten legten wird. Dies erfolgt anhand von fünf Bildern der laufenden Ausstellung. „Die Kinder“, sagt Prange, „sollen sehen lernen, indem sie die Szenen der Weihnachtsgeschichte nachspielen.“ Die Kinderführung räume dabei auch ausreichend Platz zur eigenen Entdeckung dieser spannenden Bildwelt ein und erkläre zugleich kindgerecht die biblischen Inhalte.

Führungen durch den Weihnachtszyklus der „Biblia Sacra“, die sich an Erwachsene richten, gibt es an den Sonntagen 22. und 29. Dezember sowie am Samstag und Sonntag, 5. und 6. Januar, jeweils ab 11 Uhr.  

Des Weiteren gibt es während der Ausstellung drei Vorträge im Dözesanmuseum mit den folgenden Themen: „Auf der Suche nach Mose. Dalís Mose-Illustrationen" am Sonntag, 27. Oktober, um 15 Uhr. Referent ist Dr. Mathias Winkler, wissenschaftlicher Mitarbeiter für Altes Testament an der Universität Siegen; „Es gibt keine verlässliche Methode zur Erlangung der Unsterblichkeit außer einer Gnade Gottes, dem Glauben - Bedeutung und Einordnung der Biblia Sacra Suite im Werk von Salvador Dalí“ mit der Referentin Dr. Nathalie Frensch, Kuratorin für die Moderne an der Staatsgalerie in Stuttgart, am Sonntag, 10 November, um 15 Uhr; „Salvador Dalí – die Prüfdrucke seiner Biblia Sacra. Eigentümlichkeiten, Sonderstatus und Bedeutung einer der Hauptwerke moderner Sakralkunst“ mit dem Referenten Dr. Matthias Scherbaum, Philosoph und Theologe sowie Mitarbeiter des Diözesanmuseums Bamberg, am Sonntag, 6. Januar 2020, 15 Uhr mit einer anschließenden Führung, die um 16.30 Uhr beginnt.

Weitere allgemeine Führungstermine durch die Ausstellung sind an den Sonntagen 13. und 20. Oktober, 3. und 17. November und am 1. Dezember, jeweils um 15 Uhr. Zudem besteht die Möglichkeit, Führungen individuell zu vereinbaren. Dafür sowie für alle weiteren Fragen rund um die Ausstellung und das Begleitprogramm können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Diözesanmuseums Rottenburg unter Telefon 07472/92218082 oder per E-Mail an: museum@bo.drs.de kontaktiert werden.

Zum Hintergrund:

Erstmals in Baden-Württemberg und das dritte Mal überhaupt öffentlich ausgestellt ist derzeit der aus Privatbesitz stammenden Bibelzyklus „Biblia Sacra“ von Salvador Dalí im Diözesanmuseum in Rottenburg. Darin befasst sich der weltbekannte Surrealist mit der künstlerischen Interpretation des Alten und des Neuen Testaments. Der im Diözesanmuseum in Rottenburg ausgestellte Bibelzyklus umfasst 105 von Dalí handsignierte Lithographien. Melanie Prange, Leiterin des Diözesanmuseums, sagt: „Salvador Dalí ist den meisten von uns als Surrealist bekannt. Sein Oeuvre war jedoch sehr viel breiter, was besonders die ‚Biblia Sacra‘ veranschaulicht."