BDKJ

100 Prozent für Mut und Leidenschaft

Foto: BDKJ

Bei der digitalen Frühjahrsversammlung am 20. März wurde die Diözesanjugendseelsorgerin Nadine Maier bei ihrer Wiederwahl einstimmig bestätigt.

„Ich träume von einer Kirche, die Segensort für alle Menschen ist, die Buntheit und Vielfalt als Bereicherung schätzt, die Menschen stärkt und zusammenbringt, statt auszuschließen. Die von der Liebe Gottes erzählt und alle in ihr Handeln – auch in ihren Segen - einschließt.“ Mit diesen Worten nahm Nadine Maier in ihrer Wahlrede zur Diözesanjugendseelsorgerin BDKJ/BJA Bezug auf die LoveIsNoSin-Kampagne, in der sich seit 15. März bundesweit junge Katholikinnen und Katholiken gegen das Papstdekret positionieren - on- und offline.

Mit ihrer emotionalen Rede erreichte die 35-jährige Theologin bei den 41 stimmberechtigten Delegierten aus den Dekanats- und Jugendverbänden des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) der Diözese Rottenburg-Stuttgart 100 Prozent Zustimmung. Dies und ihre Motivation, gemeinsam mit jungen Menschen der Sehnsucht nach einer menschenwürdigen Kirche nachzugehen, führten auf der digitalen Frühjahrsversammlung am 20. März zu einem einstimmigen Wahlergebnis.

Während ihrer ersten Amtszeit erlebte sie bei der 72h-Aktion 2019 das große Engagement von Kindern- und Jugendlichen, sich für eine bessere Welt einzusetzen. 2020 mit Beginn der Corona-Pandemie entstand auf ihre Initiative hin die Onlineplattform wir-sind- da.online, die Kontakt zu den jungen Menschen hielt, ihnen seelsorgerliche Gespräche anbot und zahlreiche innovative digitale Angebote ausprobierte. „Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass es darum geht, Jugendarbeit bezüglich Formen und Themen radikal neu zu denken.“ Die Bedürfnisse und Anliegen von Kindern und Jugendlichen gelte es stärker in den Mittelpunkt zu stellen und lautstark in Kirche und Gesellschaft zu vertreten. Sie dürften nicht nur als Schülerinnen und Schüler oder künftige Leistungsträgerinnen und Leistungsträger wahrgenommen werden.

Maier möchte in den kommenden drei Jahren ihrer zweiten Amtszeit mit Leidenschaft und Mut Freiräume und Gestaltungsräume für junge Menschen schaffen, damit diese gestärkt und selbstbestimmt ihre Fähigkeiten in die Gesellschaft einbringen. „Dazu müssen wir, auch mit Blick auf die Zeit nach Corona, unsere Arbeitsstrukturen und –prozesse überprüfen. Als BDKJ wollen wir verlässlich, vernetzt und strategisch gut handeln können.“

Ein erster Schritt hin zu einer breiteren und diverseren Beteiligung junger Menschen, soll ein Modellprojekt der offenen Arbeitsgruppen sein, über das die Versammlung ebenfalls abgestimmt hatte. Es ermöglicht interessierten Jugendlichen die projektbezogene Mitarbeit an jugendrelevanten Themen. Dieses Engagement der ehrenamtlichen Jugendlichen im BDKJ und in seinen Mitgliedsverbänden, das sich auch im gemeinsamen Protest während der vergangenen Tage gezeigt hat, stimmt Nadine Maier hoffnungsvoll. Und es zeigt, dass sie die katholische Jugend auch bei ihren Zielen zu 100 Prozent hinter sich hat.