27 Martinusmedaillen für die Nachahmer des Heiligen Martinus

Wie der Heilige Martin verdeutlichten sie die diakonische, den Menschen dienende Dimension der Kirche, sagte Bischof Gebhard Fürst vor knapp 150 geladenen Gästen im Rottenburger Bischofshaus. Der Heilige habe Gottes Zuneigung und Liebe den Menschen gegenüber in seinen Taten erfahrbar gemacht. Die Trägerinnen und Träger der Martinusmedaille folgten diesem Beispiel.

Menschen, die sich von der Botschaft Jesu Christi ergreifen lassen und nach ihr handeln, würden zu Wegbereitern der Liebe und Fürsorge Gottes, so der Bischof. Der heilige Martin, der der Legende nach seinen Mantel mit einem Bettler geteilt und im Bettler Christus erkannt hat, sei die Leitfigur der Pastoral der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Die Mantelteilung des Heiligen stehe heute für die Nähe zum Nächsten. Sie stehe für die Annahme des Anderen, für Respekt und Anwaltschaft für die Schwachen, heute besonders für die Arbeitslosen.

Jesus sei gekommen zu suchen und zu retten, was verloren ist, hob der Bischof hervor. Viele Menschen folgten dieser Spur. Sie nähmen wahr, wo es in unserer Welt friedlos und heillos zugehe, seien sensibel für die vielfältigsten Nöte in unserer Zeit. Wenn Menschen sich verschenkten, ihr Leben für die Botschaft Jesu Christi einsetzten, „empfangen sie sich neu“, sagte der Bischof. Der, der etwas von sich gebe, der empfange mehr als er gebe, egal, ob er Zeit teile, Trost spende oder Hoffnung schenke. Er spüre, dass sein Leben sinnvoll ist, und wachse. „Er wandelt sich zu dem hin, woraufhin er geschaffen wurde, er erfährt sich und den andern als Gottes Geschöpf“, sagte der Bischof.

Von den 27 Preisträgern aus allen Teilen der Diözese Rottenburg-Stuttgart sind 13 Frauen und 14 Männer. Ihr ausgezeichnetes Engagement erstreckt sich von herausragendem Engagement in der Kirchengemeinde oder ihren verschiedenen Gruppen, über die Mitarbeit in der Pflege alter oder kranker Menschen bis hin zur Unterstützung konkreter Hilfsprojekte in der Dritten Welt. Die Martinusmedaillen werden jedes Jahr zum Festtag des Heiligen Martin vergeben. Die Aspiranten auf eine Medaille werden von Vertretern der Kirchengemeinden oder der kirchlichen Verbände oder Einrichtungen vorgeschlagen.

Die diesjährigen Preisträger sind:

Maria Bachmeier aus Markgröningen;
Ingeborg Biberacher aus Ehingen;
Theresia Bokmeier aus Stuttgart;
Ingrid Brausch aus Neckarsulm;
Oskar Deyringer aus Starzach-Börstingen;
Georg Dressler aus Neuhausen/Filder;
Franz Friedrich aus Rottweil;
Karin und Meinrad Gaißer aus Tettnang;
Hildegard Grimm aus Rottweil;
Beate Herold aus Ochsenhausen;
Alfons Huber aus Reichenbach a. H.;
Alfons Jochim aus Oedheim;
Lioba Link aus Neuhausen/Filder;
Fritz Lohmüller aus Dunningen;
Hermann Mauch aus Dunningen;
Herbert Mayer aus Ravensburg-Weißenau;
Helmut Radl aus Künzelsau;
Elisabeth Ruck aus Mulfingen;
Ernst Johann Schiebel aus Rottenburg;
Anna Schmid aus Böbingen;
Martin Schmid aus Fluorn-Winzeln;
Gertrud Schmidt aus Stuttgart;
Paul Trittler aus Oberkochen;
Lidwina Weisshaar aus VS-Weigheim;
Irmgard Wester-Ebbinghaus aus Horb;
Karl-Heinz Wiest aus Kirchheim/Teck.