Alle freien Kindergartenträger finanziell gleich stellen

Rottenburg/ Stuttgart. 8. November 2014. Die Ungleichbehandlung von kirchlichen gegenüber anderen freien Trägern von Kindertagesstätten in Stuttgart steht rechtlich „auf dünnem Eis“. Zu dieser Einschätzung gelangen die für Kindergartenfragen zuständige Ordinariatsrätin der Diözese, Irme Stetter-Karp und der Rottenburger Diözesanjustiziar Felix Hammer.

Sie unterstützen damit die Forderung der evangelischen und katholischen Stadtdekanate in Stuttgart, die Höhe der Förderquote bei den Personalkosten an die der anderen freien Träger anzugleichen.

Der Diözese seien keine Argumente bekannt, mit denen die Stadt Stuttgart eine einseitige Schlechterstellung der Kirchen bei der Förderung der Kindertagesstätten rechtlich durchsetzen könne, sagte Irme Stetter-Karp, gleichzeitig Vorsitzende der 4-Kirchen-Konferenz „Kindertagesstätten“ in Baden-Württemberg. Außerdem könne eines nicht sein, so Stetter-Karp: „Kirchensteuermittel sind Leistungen der Gläubigen. Diese können nicht bemüht werden für eine Ungleichbehandlung. Jetzt steht eine präzise Klärung an."