Als Ökumeniker Wege zu einer friedlicheren Welt mitgestaltet

Bischof Fürst bezeichnete seinen Vorgänger im Bischofsamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart als einen Theologen von internationalem Rang, der sich mit seinem Wissen und seiner Schaffenskraft über mehr als ein Jahrzehnt hinweg für den Dialog der christlichen Konfessionen untereinander und mit den nichtchristlichen Religionen eingesetzt habe. Damit habe er weit über sein unmittelbares Aufgabengebiet hinaus Wege hin zu einer friedlicheren Welt mitgestaltet, so Bischof Fürst. Es gehöre zu den großen Verdiensten Kardinal Kaspers, dass er neben dem Dialog mit den Kirchen der Reformation auch die Versöhnung mit der Orthodoxie verstärkt wieder ins Blickfeld gerückt und so an die schmerzende Wunde erinnert habe, die die über 1000 Jahre dauernde Spaltung zwischen der Lateinischen Kirche und den Kirchen der Orthodoxie bedeute.

Dies alles habe Kardinal Walter Kasper nach den Worten Bischof Fürsts „mit Herzblut und theologischer Kraft“ vorangebracht. Dabei sei es ihm neben der Fülle seiner kirchenpolitischen Aufgaben stets möglich gewesen, in seinem publizistischen Schaffen wichtige Impulse für die Weiterentwicklung einer Theologie zu setzen, die den Zeichen der Zeit gerecht werde.