Als „singende Gemeinschaft“ weiter bestehen

Dieser Vorschlag war bereits am Mittwoch, 1. April, sowohl der Leitung der Domsingschule als auch Vertretern der Elterninitiative unterbreitet worden. Die Männerstimmen, das ist der Kern des Angebots, sollen als Chorgruppe weiterbestehen und auch an der Kirchenmusik der Domgemeinde mitwirken können. Dafür wird ihnen ein eigener Chorleiter an die Seite gestellt, in dessen Verantwortung auch die Stimmbildung liegt. Ebenso sollen sie sich in einem eigenen Proberaum auf ihre musikalischen Auftritte vorbereiten können. Sie sollen unter dem Dach des Amtes für Kirchenmusik angesiedelt werden und damit der Hauptabteilung Liturgie und Kirchenmusik des Bischöflichen Ordinariats (VIII) zugeordnet sein. Weihbischof Johannes Kreidler, Leiter der Hauptabteilung VIII, machte in den genannten Gesprächen mit den Männerstimmen, den Vertretern der Elterninitiative und der Leitung der Domsingschule deutlich, dass dies eine Interimlösung sei, die der Befriedung der angespannten Situation dienen und konstruktive Entwicklungen ermöglichen solle. Die langfristige Perspektive sei die Rückführung der Männerstimmen in die Domsingknaben und die Domsingschule, so Weihbischof Kreidler bereits im Gespräch mit den Elternvertretern. Welche weiter reichenden strukturellen Veränderungen in der Leitung dafür erforderlich seien, die den Bedürfnissen und Interessen aller Betroffenen gerecht werden, werde gründlich beraten. An eine Entlassung der Leitung der Domsingschule oder einzelner Leitungspersonen werde dabei nicht gedacht. Um Lösungsvorschläge mit Aussicht auf nachhaltigen Erfolg vorlegen zu können, würden zwischen Diözesanleitung und beteiligten Akteuren und Gruppierungen auf unterschiedlichen Ebenen weiterhin intensive Gespräche geführt. Auch mit den Elternvertretern wurde in dem Gespräch mit Weihbischof Kreidler ein baldiger weiterer Gesprächskontakt vereinbart; ein genauer Termin konnte dafür noch nicht festgesetzt werden.