An Lernorten Neues wagen

Das bis 2014 anberaumte Projekt soll Seelsorge vor Ort stärken und weiterentwickeln helfen, wie es am Montag bei der Auftaktveranstaltung in Wernau hieß. Kern der Unternehmung sind zu entwickelnde Modelle an verschiedenen „Lernorten“. Es werde „manches zugelassen, wovor man bisher zurückgewichen ist“, sagte der Leiter der Hauptabteilung Pastorale Konzeption, Domkapitular Matthäus Karrer rund 50 haupt- und ehrenamtlichen Projektbeauftragten.

Die vier Teilprojekte des Gesamtprojekts mit einem geschätzten Finanzbedarf von 1,2 Millionen Euro befassen sich mit Organisation der Gemeindepastoral, Personal, Praxis in Liturgie, Verkündigung und Diakonie sowie mit Adaption und Transfer. Nach einer ersten Phase machen die Projektverantwortlichen dem Zeitplan zufolge Modellvorschläge für eine zweite Konzeptionsphase ab Ostern 2013, für die Bischof Gebhard Fürst „ad experimentum“ dann die Umsetzung genehmigen soll. Das Projekt endet mit der Inkraftsetzung eines Rahmenplans für die Gemeindepastoral in der württembergischen Diözese.

Das Gemeindeprojekt kam zustande nach Rückmeldungen aus Dekanaten und Gemeinden im Rahmen des von Bischof Fürst ausgerufenen Dialogprozesses. Die Zufriedenheit in Gemeinden hänge davon ab, wie die Gläubigen personale Nähe vor Ort spüren. Diese Zufriedenheit zu stärken in teils komplexen Strukturen von Seelsorgeeinheiten, ist laut Domkapitular Karrer Ziel des Gemeindeprojekts. „Es soll nicht von oben nach unten funktionieren, sondern der Verschiedenheit in vielen Gemeinden an vielen Orten gerecht werden.“

Uwe Renz