Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement

Die 25 Preisträger kommen aus allen Teilen der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Ihr ausgezeichnetes Engagement erstreckt sich von herausragendem Engagement für einen Kindergarten über die Mitarbeit in einer Hospizgruppe bis hin zur Unterstützung der Missionsarbeit in der Kirchengemeinde. Die Martinusmedaillen werden jedes Jahr zum Festtag des Heiligen Martin vom Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart vergeben. Die Aspiranten auf eine Medaille werden von Vertretern der Kirchengemeinden oder der kirchlichen Verbände oder Einrichtungen vorgeschlagen.

Die diesjährigen Preisträger sind:

Philipp Abele, 70, aus Aalen-Hofen. Er erhält die Martinusmedaille für seine über 30-jährige ehrenamtliche Tätigkeit für den St. Georgsverein Hofen, der Träger von zwei Kindergärten mit drei Gruppen in Hofen und Oberalfingen ist. Abele hat dort organisatorische und Hausmeisterarbeiten übernommen und die Finanzen verwaltet.

Christa Brand, 62, aus Waiblingen erhält die Martinusmedaille für mehr als 20 Jahre Tätigkeit im sozial-karitativen Bereich, z. B. im Kindergartenausschuss der Kirchengemeinde und dem Ausschuss der Kath. Sozialstation Waiblingen. Sie leitete eine Mutter-Kind-Gruppe und die Kommunionvorbereitung. Sie betreute zudem Aussiedler im Übergangswohnheim. Seit 1995 ist sie Dekanatsverantwortliche der Caritas-Konferenzen (Runder Tisch) und seit 1995 Diözesanvorsitzende der Caritas-Konferenzen Deutschlands des Diözesanverbandes Rottenburg-Stuttgart.

Hilde Bühler, 69, und ihr Mann Albert, 69, aus Holzgerlingen erhalten die Martinusmedaille für ihr außerordentliches Engagement bei der Eingliederung von Aussiedlern. Das Ehepaar Bühler gab den Anstoß zur Gründung des Projekts „EIBENHOLZ“, einem Projekt, das von der Caritas, dem In Via Jugendmigrationsdienst und dem Landratsamt getragen wird. Das Ehepaar Bühler begleitet seit 2 ½ Jahren ein Jahr lang jeweils eine Familie und gibt Hilfe in alltäglichen und behördlichen Fragen.

Annemarie Heimpel-Oebels, 68, aus Merklingen erhält die Medaille für über 20 Jahre vielfältige soziale und ehrenamtliche Tätigkeiten in der Kirchengemeinde als Lektorin, Eucharistiehelferin, Organisatorin von Gemeindefesten und Gruppe der Gemeindeerneuerung. Seit 1998 ist sie Vorsitzende der Kolpingfamilie Merklingen, organisiert Hilfsaktionen innerhalb der Gemeinde und betreut Asylantenfamilien.

Elisabeth Höld, 66, aus Biberach/ Riß engagierte sich in der Biberacher Hospizgruppe und seit 35 Jahren in diversen Ehrenämtern, u. a. bei den Elisabethen-Frauen seit 20 Jahren, im Kindergottesdienstteam und den Krankenbesuchsdiensten. Zudem wirkte sie in der Kinderbetreuung bei einer allein erziehenden Mutter mit.

Marianne Huegel, 76, aus Tuttlingen erhält die Martinusmedaille für 20 Jahre intensive Mitarbeit in der St. Gallus-Kirchengemeinde in Tuttlingen als Eucharistiehelferin und Lektorin. Sie ist Angehörige des Kunstkreises, Mitglied der Initiative zur Erhaltung des Alten Krematoriums und engagiert sich über die Kirchengemeinde hinaus in der Stadt. Sie ist zudem Beisitzerin im Förderverein für Heime der Stiftung St. Franziskus in Tuttlingen.

Erich Ilg, 74, aus Waldachtal-Lützenhardt erhält die Medaille als verdientes Mitglied der Kirchengemeinde. Er war 25 Jahre 2. Vorsitzender KGR, 32 Jahre Chorleiter des Kirchenchors und 34 Jahre lang Organist an der Herz-Jesu-Kirche. Er setzte sich bei der Kirchenrenovierung, dem Austausch dreier Kirchenglocken, der Neubeschaffung der Orgel und dem Umbau des katholischen Kindergartens ein.

Eduard Jeckel, 66, aus Donzdorf wird u. a. für sein Engagement bei den St. Georgs-Pfadfindern, seinem langjährigen Mitwirken im Kirchengemeinderat und der Durchführung der Kleidersammlungen geehrt. Er war jahrelang als Bezirks und Landesvorsitzender des Kolpingwerkes tätig. Seit 2002 leitet er die Lehrlingspatenschaft Donzdorf.

Manfred Jentsch, 70, aus Ebersbach war über 30 Jahre lang in der Katholischen Arbeitsnehmer Bewegung engagiert, seit 25 Jahre als 1. Vorsitzender des KAB-Bezirks Hohenstaufen. Seit Jahrzehnten war er im AK Betriebsarbeit der KAB im Bezirk tätig und damit mit den Themen der Arbeitswelt, wie verlängerte Ladenöffnungszeiten oder prekäre Arbeitsverhältnisse, befasst.

Renate Käppeler, 69, aus Mengen organisierte Nachbarschaftshilfegruppe und wirkte beim Aufbau einer ökumenischen Gruppe mit. Seit 1986 organisiert sie den Besuchsdienst für kranke Menschen im Krankenhaus und Altenpflegeheim Mengen (Stiftung Liebenau). Sie war auch von 1995-2005 im Vorstand des Kath. Krankenpflegevereins der KG Liebfrauen tätig.

Johannes Taddäus Kleiner, 70, aus Mengen-Ennetach war am Ort und in der Kirchengemeinde engagiert. Er wirkte bei der Schaffung des neuen Spielgeländes des Kindergartens und der Gestaltung des Platzes vor der Pfarrkirche mit. Er ist Mitglied der Hohentenger Blutreitergruppe St. Michael und alljährlich Martinsreiter.

Raphael Kühner, 78, aus Gundelsheim-Bachenau wir für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Rahmen des Katholischen Blinden- und Sehbehindertenwerkes Baden-Württemberg geehrt. Er ist seit 1992 der Leiter der Regionalgruppe Schöntal und zeigte großer Einsatz bei der Betreuung, Beratung und Hilfe zur Lebens- und Schicksalsbewältigung der Blinden und Sehbehinderten. Er selbst ist auch blind.

Marie-Luise Kurz, 63, aus Ellwangen-Rattstadt wird für ihre Aktivitäten in der Missionsarbeit geehrt. Sie animierte und begeisterte viele Menschen für diesen Einsatz und organisierte vielfältige private Initiativen für Missionare. Sie unterstützt Kleideraktionen für Südafrika, Peru, Brasilien und Uganda.

Eugen Löw, 57, aus Mengen-Ennetach erhält die Martinusmedaille für sein 30-jähriges Mitwirken im Kirchengemeinderat und sein großes Engagement für den Erhalt bzw. Integrierung des Ennetacher Friedhofs und Schaffung einer Gedenkstätte für totgeborene Kinder.

Georg Merkle, 49, aus Rottenburg a. N. leitet das Projekt „Kalkweil“, bei dem straffällig gewordene Jugendliche ihre Strafen in ehrenamtlicher Arbeit ableisten können. Bei der Sanierung des Hauses Schafstall zum Jugendhaus war er federführend engagiert.

Alois Müller, 57, aus Ellwangen hat durch Engagement und religionspädagogische Kompetenz nicht nur in den Kirchengemeinde sondern auch in der Lehrerschaft großes Ansehen erworben. Er erarbeitete eine Firmmappe, die einen großen Bekanntheitsgrad erlangt hat. Er war maßgeblich an der Gründung der Kath. Sozialstation Ellwangen im Jahre 1984 beteiligt und bis 2004 ihr Vorsitzender.

Hans Pierro, 74, aus Vaihingen-Gündelbach erhält die Medaille für seinen Einsatz in der Missionsarbeit seit 1950, z. B. die Sammelung von Alteisen für die Mission, ein alljährlicher Kalenderverkauf mit seiner Ehefrau zugunsten von Entwicklungsprojekten der action 365 und seit Jahrzehnten der Verkauf von Fair-Ware an jedem Sonntag nach dem Gottesdienst. Er ist seit 1971 Mitglied der KAB und Missionsreferent der KAB Sersheim.

Theresia Plescher, 81, aus Balingen-Roßwangen war als Messnerin in der Kirchengemeinde tätig. Sie war und ist bis heute im Alter von 81 Jahren zuständig für die Vorbereitungen auf die Gottesdienste, fürs Aufräumen, die Kirchenwäsche, den Blumenschmuck und den Schließ- und Friedhofsdienst. Sie steht als Aushilfe und Vertretung auch jetzt noch zur Verfügung und pflegt die Straßen- und Wegkreuze in der Gemeinde. Zudem besucht sie alte und kranke Menschen aus der Gemeinde, spendet die Krankenkommunion, ist treibende Kraft des Seniorenteams und besucht Kranke Alters- und Pflegeheimen.

Alfons Popp, 69, aus Bad Mergentheim-Wachbach war 34 Jahre lang Kirchengemeinderat, davon die letzten fünf Jahre als 2. Vorsitzender. Sein Einsatz diente vor allem den Bauvorhaben der Gemeinde. Er arbeitete unentgeltlich für die diversen kirchlichen Bauten und stellte unentgeltlich Baumaschinen und Geräte zur Verfügung.

Ingrid Raffel, 70, aus Böblingen-Dagersheim war viele Jahre lang Katechetin an der Grundschule Dagersheim und Darmsheim und leistete ehrenamtliche Tätigkeiten in der Gemeinde als Firmleiterin, im Kirchengemeinderat, im Erwachsenenbildungsausschuss, als Wortgottesdienstleiterin, Lektorin und Kommunionhelferin. Sie gründete die vierteljährlich stattfindenden ökumenischen Seniorentage. Im Guatemala-Projekt der Kirchengemeinde war sie jahrlang engagiert.

Rudolf Ruppel, 69, aus Plüderhausen hat mit dem Bau des Gemeindezentrums St. Michael viele Aufgaben im Gemeindezentrum übernommen, u. a. auch Hausmeistertätigkeiten. Er baute die DJK-Fußball-Abteilung in den 50er Jahren mit auf und setzte sich für die Aufenthaltsgenehmigung einer in Plüderhausen lebenden kroatischen Familie ein. Auch die Missionsmitarbeit (vor allem für die Comboni-Missionare) liegt ihm am Herzen.

Eugen Walz, 69, aus Horb-Obertalheim war 25 Jahre lang 2. Vorsitzender des Kirchengemeinderats in St. Martinus, Horb-Talheim. Er setzte sich besonders für den Bau einer Kapelle für die Kirchengemeinde, die Errichtung eines Marienbildstocks am Ortsrand und die kirchlichen Nachrichten ein, die im wöchentlichen Mitteilungsblatt der Bürgerlichen Gemeinde erscheinen. Seit Jahren leitet er Bitt- und Flurprozessionen und Andachten in der Gemeinde.

Maria Weimer, 75, aus Horb-Nordstetten war von 1946 bis 1956 im Kirchenchor St. Mauritius engagiert. Sie war Mitbegründerin der Fördergemeinschaft der Sozialstation in Nordstetten und leitet sie bis heute. Seit über 20 Jahren wirkt sie in der Nachbarschaftshilfe und in der Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs mit. Sie besucht Kranke und vermittelt Hilfe für Bedürftige.

Norbert Miczek, 58, aus Waiblingen-Beinstein hat es sich seit 1974 zur Aufgabe gemacht, als freigestellter Personalrat bei der Post Arbeitslosen mit Beratung zur Seite zu stehen. Er ist seit 1974 verantwortlich der Nikolausaktion der Kirchengemeinde St. Antonius, Waiblingen, und setzt sich für sozial schwache Familien im Caritasausschuss der Pfarrei ein.