Angriff auf die Grundlagen der Humanität

Die 32 Zellen, die sich daraus gebildet und die den Angaben zufolge zu 99,9 Prozent aus menschlichem Erbgut bestanden haben, sollen die Forscher nach drei Tagen wieder zerstört haben. „Hier ist der grundlegende Respekt vor dem Wunder und der Würde menschlichen Lebens endgültig einer radikalen Haltung des Vernutzens und der Instrumentalisierung gewichen“, sagte Bischof, der auch Vorsitzender Unterkommission Bioethik der Deutschen Bischofskonferenz ist. Der durch Kant formulierte und seit der Aufklärung für die abendländische Sicht der Menschenwürde verbindliche Grundsatz, dass ein Mensch niemals Mittel zum Zweck sein dürfe, habe sich hier absolut in Nichts aufgelöst. „Ich frage mich“, sagte Bischof Fürst, „zu welchen Tabubrüchen die Exponenten der embryonalen Stammzellenforschung in ihrem Experimentierwahn noch bereit sind.“