Armutsprävention ausbauen

Sie erinnerten an das im Koalitionsvertrag verankerte Ziel der rot-grünen Landesregierung, Kinderarmut zu bekämpfen und zu verhindern. Der jetzt vom Kabinett beschlossene Wegfall des Landeserziehungsgeldes könne nicht das letzte Wort bleiben.

Neben besseren Bildungschancen und einer ausreichenden Kindertagesbetreuung sei auch ein effizienteres Familienfördersystem nötig, so die Ordinariatsräte. Diese Aufgaben, die Teilhabe armer Familien in der Gesellschaft gewährleisten sollen, könnten nicht allein dem Bund überlassen werden. Das Land habe die Pflicht, seinen Beitrag zu leisten für eine sozial gerechte und solidarische Gesellschaft. Besonders hart betroffen vom Wegfall des Landeserziehungsgeldes sind Stetter-Karp und Drumm zufolge allein erziehende Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund und erwerbslose Menschen. Unter immer größeren Belastungen litten aber auch soziale Initiativen im Engagement für hilfebedürftige Menschen. Sie hingen angesichts zerbrechlicher finanzieller Rahmenbedingungen immer wieder und zunehmend von kirchlichen Mitteln ab.