Auferstehungsglaube: Bekenntnis zur unverlierbaren Würde des Menschen

Das Buch schlägt einen Bogen, der bei der Österlichen Bußzeit, der Fastenzeit, beginnt, die als „Zeit der Bekehrung zu Gott, dem Ursprung meiner Kraft zu leben“, gedeutet wird, aber auch als „intellektuelles Innehalten“. Es verbindet unter der Überschrift „Herr, nimm mich mit auf deinen Weg“ die Leidensgeschichte und den Kreuzestod Jesu mit existenziellen Erfahrungen und Schicksalen der Menschen. Und es schließt mit Ostern, vor dessen Hintergrund „Erlösung als christliche Schlüsselerfahrung“ gedeutet wird. Diese Grunderfahrungen christlichen Glaubens reflektiert Bischof Fürst auch auf aktuelle gesellschaftliche, politische und ethische Fragen hin. Für geborene und ungeborene, für alte oder behinderte ebenso wie für gesunde und leistungsstarke Menschen gilt: „Der Glaube an die Auferstehung ist das Bekenntnis dazu, dass jedem Menschen jenseits der diesseitigen Glück- und Leistungsbilanz seiner gesellschaftlichen Existenz eine unverlierbare Würde zukommt. Auferstehungsglaube hält fest an der unaufgebbaren Menschenwürde jedes einzelnen Menschen.“

Gebhard Fürst: „Leben aus der Kraft der Auferstehung. Anstöße zur Fasten- und Osterzeit“. Format 12 x 19 cm, 104 S., Hardcover, Schwabenverlag (Ostfildern) 2008, ISBN 978-3-7966-1361-6, 13,90 €.