Auftakt mit „Sor Juana“

Der seit fast 800 Jahren bestehende Saal bietet ein einzigartiges Ambiente für Kunstausstellungen, von denen es noch in diesem Jahr zwei weitere mit Werken von Kerstin Jeckel (Wiesbaden) und von Hans Joachim Madaus (Walddorfhäslach) geben wird. Bei der Vernissage zur Ausstellung „Sor Juan“ am Freitag, 13. Mai, um 19 Uhr ist Hermann Weber anwesend.

Der im oberschwäbischen Biberach 1959 geborene und im badischen Karlsruhe arbeitende Hermann Weber schuf 2006 den Zyklus „Sor Juana Ines de la Cruz – Ich, die Schlechteste von allen“ und stellte ihn 2009 in Mexiko aus. Er setzt sich in dem Zyklus mit der 1651 geborenen mexikanischen Dichterin, Gelehrten und Nonne Sor Juana auseinander, die bis heute als „zehnte Muse Mexikos“ verehrt wird. Die kirchliche Obrigkeit ihrer Zeit sah in der selbstbewusst Erkenntnis suchenden Frau ein Monstrum und brachte sie zum Schweigen. Durch Selbstkasteiung und an den Folgen aufopfernder Krankenpflege starb sie 1695 wohl an der Cholera. Der mexikanische Literaturnobelpreisträger Octavio Paz setzte ihr 1982 mit dem Werk "Sor Juana de la Cruz oder die Fallstricke des Glaubens“ ein Denkmal.

Hinweis: Die Ausstellung im OEW-Saal kann während der üblichen Öffnungszeiten des Tagungshauses Kloster Heiligkreuztal besucht werden.