Aus Achtung vor dem je einzelnen Menschen

Mit ihrem besonderen Auftrag seien diese Männer Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen und Zeichen der Nächstenliebe, sagte Kreidler in seiner Predigt. Ihr Dienst richte sich an konkrete Menschen mit je unverwechselbaren Schicksalen und Prägungen. Dies erfordere einen scharfen Blick für Menschen und gutes Geschick im Umgang mit ihnen. „Sie zeigen in ihrem Amt des christlichen Dienstes, dass Gott die Menschen annimmt, wie sie sind und wir einander annehmen sollen als Kinder Gottes und Geschwister.“

Ständige Diakone sind mehrheitlich verheiratet und Familienväter; sie haben eine mehrjährige Ausbildung in Theologie sowie pastoraler und liturgischer Praxis absolviert. Neben Bischof und Priester bildet der Diakon die Einheit des Amtes in der katholischen Kirche ab. Vor 42 Jahren wurde das über Jahrhunderte in den Hintergrund getretene Amt des Ständigen Diakons in Folge des Zweiten Vatikanischen Konzils neu belebt. 1968 empfingen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart die ersten neun Männer die Diakonweihe; heute tun hier 283 Ständige Diakone ihren Dienst als „Augen der Kirche“ mit besonderem Blick auf sozial-karitative Aufgabenfelder. Sie arbeiten im Hauptberuf oder als Diakone im Zivilberuf.

Geweiht werden in Zwiefalten Matthias Ankenbrand (43, Künzelsau), Thomas Brehm (45, Oberndorf am Neckar), Michael Feldmann (50, Rottenburg), Thomas Hanstein (38, Tübingen), Christof Hemberger (36, Ravensburg), Hubert Liebhardt (38, Ulm), Berhane Ibrahim (62, Tübingen), Helmut Kaufmann (44, Unterschneidheim), Wolfgang Mast (60, Eberhardzell), Vitus Graf von Waldburg-Zeil (53, Bad Wurzach), Michael Weiß (40, Schwäbisch Gmünd) und Jürgen Zeller (34, Geislingen/Steige).

Uwe Renz