Ausdruck mitbrüderlicher Solidarität

In 23 der 25 Dekanate der Diözese sind seit 2007 Pensionärsbeauftragte für dieses auf jeweils drei Jahre ausgerichtete Amt bestellt worden; in einigen großen Dekanaten wie Allgäu-Oberschwaben, Biberach, Ehingen-Ulm oder Ostalb sind ihnen Stellvertreter zur Seite gestellt. Eine Ausnahmesituation stellen die Dekanate Calw und Mühlacker dar: Der einzige Pensionär im Dekanat Calw ist nach wie vor aktiv in die Seelsorge eingebunden, im Dekanat Mühlacker lebt kein einziger pensionierter Priester.

An der Konferenz der Pensionärsbeauftragten in den Dekanaten am 21. April konnten 22 Pensionärsbeauftragte – ihrerseits pensioniert – teilnehmen. Auf der Agenda stand die Konzeption „Leben und Mitarbeit der Pensionäre in der Diözese Rottenburg-Stuttgart“, die Bischof Gebhard Fürst zur Inkraftsetzung vorgelegt wurde. Sie trägt der Tatsache Rechnung, dass sich die Lebensbedingungen pensionierter Priester ebenso wie die Strukturen der Seelsorge in den vergangenen Jahren signifikant verändert haben. Regelungen erweisen sich als notwendig, die sowohl der persönlichen Situation der Pensionäre als auch den Erfordernissen der Pastoral gerecht werden. Wichtiger Bestandteil dieses Konzepts ist die Aufgabe der Pensionärsbeauftragten in den Dekanaten. Sie beraten Mitbrüder, die in Pension gehen wollen, halten Kontakt zu den Pensionären im Dekanat, vermitteln Treffen der Pensionäre und bringen deren Anliegen den Dekanen vor. Nicht zuletzt ist es ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass kranke, hilfs- oder pflegebedürftige Pensionäre sowohl von den Pfarrern ihrer Gemeinde als auch von den Personalverantwortlichen der Diözese die erforderliche Unterstützung und Begleitung erfahren.