Ausgezeichnet im Geist des Diözesanpatrons

Rottenburg. 8. November 2015. Für ihr Engagement in Kirche und Gesellschaft hat Bischof Gebhard Fürst am Sonntagnachmittag 19 Frauen und Männer aus der Diözese mit der Martinusmedaille geehrt. Seit 1976 wird die Medaille jährlich an außergewöhnlich engagierte Persönlichkeiten verliehen. Die Medaille wurde den Geehrten bei einem Empfang im Rottenburger Bischofshaus überreicht. In diesem Jahr wurden ausgezeichnet:

Anneliese Aßfalg (71) engagiert sich seit Jahrzehnten auf vielfältige Weise in ihrer Heimatkirchengemeinde St. Nikolaus in Reute, Dekanat Biberach. Sie war mehr als 40 Jahre Mitglied des Kirchengemeinderats und ist bis heute unter anderem aktiv als Leiterin von Wortgottesfeiern, Kommunionhelferin und Lektorin. Über die Gemeindegrenzen hinaus ist sie engagierte Förderin der Seniorenarbeit. Ihrem Mitwirken ist die Erstellung einer Kirchenchronik zu verdanken.

Irmgard Brandner (80) engagiert sich seit 1957 im Katholischen Frauenbund in Heubach, Dekanat Ostalb, seit 1982 als stellvertretende Vorsitzende. Nahezu ebenso lange ist sie der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) verbunden, die sie in überpfarreilichen Gremien des Dekanats und der Diözese vertritt. Sie gehört dem ökumenischen Team der Hospiz- und Sitzwachgruppe an und engagiert sich in der Betreuung und bei Gottesdiensten im örtlichen Pflegeheim.

Adelbert Braun (83) suchte als Religionslehrer und später als Firmgruppenleiter den intensiven Austausch mit zahlreichen Jugendlichen über deren Glauben. In seiner Kirchengemeinde St. Markus in Binsdorf-Rosenfeld, Dekanat Balingen, koordinierte er 40 Jahre lang die Kirchenmusik. Seit vielen Jahrzehnten engagiert er sich als Kommunionhelfer und Wortgottesdienstleiter. Er ist außerdem in der Hospizbewegung aktiv, in der Altenbetreuung, im Trauer-Café und steht als Ansprechpartner für Hilfsbedürftige, Flüchtlinge und Migranten sowohl in der Kirchengemeinde wie auch auf kommunaler Ebene zur Verfügung.

Elisabeth Buhmann (69) prägt seit vielen Jahren die kirchliche Arbeit der Gemeinde St. Petrus in Wangen-Deuchelried, Dekanat Allgäu-Oberschwaben. Die ehemalige Grundschulrektorin engagierte sich viele Jahre in der Erstkommunionvorbereitung und bei Familiengottesdiensten und ist noch immer aktiv als Lektorin, Kommunionhelferin und Leiterin von Wortgottesfeiern. Innerhalb der Kirche liegt ihr die Frauenarbeit besonders am Herzen. Sie ist im Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) tätig und fördert den Frauen- und Gesundheitssport.

Prof. Dr. Wolfgang Dieing (55) ist langjähriges Mitglied im Kirchengemeinderat von St. Maria in Isny, Dekanat Allgäu-Oberschwaben. Der Arzt und Notfallmediziner schult ehrenamtlich Ministranten- und Jugendgruppe in Erster Hilfe. Er ist Mitglied in verschiedenen Gremien des Deutschen Roten Kreuzes und organisiert seit 1991 Transporte mit medizinischen Hilfsgütern nach Rumänien. Durch sein langjähriges Engagement in Gemeinde- und Kreistag ist er wichtiges Verbindungsmitglied zwischen Kirche und Kommune.

Christine Grüll (66) engagiert sich seit 40 Jahren im Bereich der Caritas in ihrer Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt in Königsbronn, Dekanat Heidenheim. Seit über 30 Jahren ist sie Kontaktperson der Caritas-Konferenzen, dem Fachverband für caritatives Ehrenamt; seit 2005 gehört sie dem Diözesanvorstand der Caritas-Konferenzen an. Die Interessen der Ehrenamtlichen vertritt sie auch als Dekanatsverantwortliche.

Helmut Haag (69) war 30 Jahre als 2. Vorsitzender im Kirchengemeinderat St. Martinus in Dunningen, Dekanat Rottweil, aktiv und ist seit Jahren Wortgottesdienstleiter, Lektor und Eucharistiehelfer. Er war 1980 Mitbegründer eines Partnerschaftsprojekts in Peru und ist bis heute Mitglied im Missionsausschuss der Kirchengemeinde. Als einer der ersten engagierte er sich im Team des „Ibichhof“, dem Freizeitheim der katholischen Kirchengemeinde, dessen Erlöse caritativen Zwecken zu Gute kommen.

Annemarie Horch (81) ist seit über 20 Jahren Mitglied im Sozialausschuss ihrer Kirchengemeinde St. Dionysius in Neckarsulm, Dekanat Heilbronn-Neckarsulm, und hat sich in vielfältiger Weise um caritative-diakonische Aufgaben gekümmert. 18 Jahre lang hat sie den Altenclub der Gemeinde geleitet und regelmäßig Besuchsdienste bei älteren und kranken Menschen übernommen.

Dr. Peter-Michael Ilg (71) aus der Münstergemeinde Heilig Kreuz in Rottweil engagiert sich seit vielen Jahren in der Hospiz- und Trauerarbeit. Der Allgemeinmediziner hat sich durch die Gründung einer eigenen Stiftung den Ausbau und die Begleitung von Hospizdiensten zur Aufgabe gemacht. Er ist selbst aktiv in der Hospizgruppe Rottweil und hat vor zehn Jahren die „Offene Trauergruppe Rottweil“ gegründet. Seit 2006 ist er außerdem als ehrenamtlicher Notfallseelsorger im Einsatz.

Oskar Krämer (63) prägt das Leben seiner Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Rot, Dekanat Mergentheim seit vielen Jahrzehnten. 39 Jahre war er Mitglied im Kirchengemeinderat und ist als Wortgottesdienstleiter, Kommunionhelfer, Lektor und als Sänger im Kirchenchor aktiv. Er kümmert sich um ältere Menschen und unterstützt ebenso Ministranten und Sternsinger. Als Mitglied des Ortschaftsrates von Rot war er Bindeglied zwischen Kirchengemeinde und bürgerlicher Gemeinde.

Gerhard Manz (76) war von 1968 bis 2015 Mitglied des Kirchengemeinderates Christus König in Dagersheim, Dekanat Böblingen, und hat viele Jahre den Bauausschuss geleitet. Seit langem betreut er das Bildstöckle im Darmsheimer Wald, das 1946 von Heimatvertriebenen Katholiken errichtet wurde und heute unter Denkmalschutz steht. Durch sein Wirken ist es gelungen, eine Brücke zu schlagen zwischen der traditionell pietistisch geprägten Bevölkerung von Darmsheim und den nach dem Krieg zugezogenen Katholiken. 1994 erhielt er die Ehrenplakette der Stadt Sindelfingen.

Richard Neubrand (58) war über 30 Jahre Mitglied des Kirchengemeinderats von St. Georg in Ertingen, Dekanat Biberach. Er engagiert sich als Kommunionhelfer, Lektor und Leiter von Wortgottesfeiern. Parallel wirkte er zwischen 1975 und 1989 als Senior der Kolpingfamilie und ist seit 2012 deren Zweiter Vorsitzender. Seit Beginn der 80er Jahre organisiert er zahlreiche Hilfsaktionen für Tansania und wurde für sein Engagement als Leiter der Ertinger Missions- und Afrikahilfe mit der Landesehrennadel ausgezeichnet.

Dr. Fritz Pfaff (84) ist seit über zehn Jahren für das Caritas-Zentrum Sindelfingen ehrenamtlich als Schulpate tätig. Zusammen mit anderen und der Betriebsseelsorge hat er das Schulpatenprogramm, das Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützt, aufgebaut. Dank der Unterstützung des promovierten Physikers konnten zahlreiche Jugendliche einen Ausbildungsplatz finden.

Walter Pitschmann (71) aus der Kirchengemeinde St. Bernhard in Heubach, Dekanat Ostalb, engagiert sich in außergewöhnlichem Maß für Menschen mit Behinderung. Nach einer Erkrankung musste er seine berufliche Tätigkeit als Werkstattleiter in der Stiftung Lindenhof in Schwäbisch Gmünd 1997 beenden und engagiert sich seither ehrenamtlich für die dortigen Mitarbeiter. 2014 war er Mitgründer der Förderstiftung Haus Lindenhof.

Reinhard Probost (69) engagiert sich seit 1968 als Mitglied des Kirchengemeinderats von Heilig Kreuz in Deggingen, Dekanat Göppingen-Geislingen, und ist Gründungsmitglied der Pfadfinderschaft St. Georg im Dekanat. Seit 1991 ist er für die Sozialstation Oberes Filstal in der Trägerschaft der Kirchengemeinde zuständig. Sein Engagement für die Katholische Erwachsenenbildung im Dekanat begann er 1985.

Regine Stökle (54) und † Ulrich Stökle (50 – gest. am 10.10.2015) haben sich viele Jahre in ihrer Kirchengemeinde St. Christophorus in Mundelsheim, Dekanat Ludwigsburg, immer dort engagiert, wo gerade Not am Mann war. Trotz des Wissens um die lebensbedrohliche Krankheit des Ehemannes hat das Paar verschiedene Projekte des Caritasverbandes für Stuttgart intensiv unterstützt, beispielsweise die Franziskusstube für obdachlose Menschen sowie die Frauenpension. Bis kurz vor seinem Tod hat Ulrich Stökle regelmäßig die Bewohner im Alten- und Pflegeheim Adam Müller-Guttenbrunn besucht und dort einen Männerstammtisch angeboten.

Edith Scheffold (65) blickt auf 25 Jahre sozial-karitatives Engagement in ihrer Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt in Ulm-Söflingen, Dekanat Ehingen-Ulm, zurück, davon acht Jahre als Vorsitzende des Caritasausschusses. Dazu gehört ihr Einsatz in der Organisierten Nachbarschaftshilfe und bei der ökumenischen Sitzwache im Altenzentrum. In der Kirchengemeinde wirkt sie bis heute unter anderem als Lektorin, Firm-Katechetin und Eucharistiehelferin. Als diözesanweit eine der ersten Altenseelsorgerinnen konnte sie durch ihre Erarbeitung von Modulen für Ehrenamtliche im Besuchsdienst Maßstäbe in der diözesanen Seniorenarbeit setzen.

Reinhold Terwart (78) engagiert sich seit über 30 Jahren mit großem zeitlichem Einsatz in unterschiedlichen Gremien für gemeinschaftliche Anliegen. Er ist sowohl Mitglied des Kirchengemeinderats von St. Martin in Langenargen, Dekanat Friedrichshafen, wie auch im Dekanatsrat, im Gemeinderat oder im Kreisseniorenrat und somit als Brückenbauer zwischen Kirche und Kommune gefragter Gesprächspartner.

Barbara Würth (74) engagierte sich 25 Jahre als Kirchengemeinderätin und ist noch immer aktiv als Leiterin von Wort-Gottes-Feiern, als Lektorin, Kommunionhelferin und vertretungsweise als Mesnerin in St. Maria in Niedernhall, Dekanat Hohenlohe. Zu ihren caritativen Einsätzen zählt der Besuchsdienst in der Gemeinde, die Betreuung älterer Menschen im Seniorenzentrum sowie ihr Engagement als Vertreterin der Caritas im Dekanatsrat. Seit zehn Jahren ist sie Mitarbeiterin im Öhringer Tafelladen.