Ausrufezeichen in Wald und Flur

Rottenburg. 2. Februar 2016. Mit Geldpreisen würdigt die Stiftung „Wegzeichen, Lebenszeichen, Glaubenszeichen“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart das Engagement für den Erhalt christlicher Kleindenkmale in Württemberg. Den jährlich vergebenen Stiftungspreis erhalten in diesem Jahr Erich und Elisabeth Kramer aus Rottum sowie Josef und Karl Seifert aus Baltringen (beide Dekanat Biberach). Die jeweils mit 500 Euro ausgestatteten Preise übergibt Bischof Gebhard Fürst am 5. Oktober in Ochsenhausen in einer Feierstunde zum zehnjährigen Bestehen der Stiftung.

Das Ehepaar Kramer setzte sich der Stiftung zufolge für die fachgerechte und liebevolle Restaurierung eines außergewöhnlich schönen schmiedeeisernen Kreuzes aus dem 18. Jahrhundert ein. Das Kreuz wurde an seinem angestammten Platz wieder aufgestellt und erhielt auch ein passendes Umfeld durch zwei neu gepflanzte Bäume. Die Brüder Josef und Karl Seifert veröffentlichten das Buch „Glaubenszeichen und Denkmale der Ortschaft und Gemarkung Baltringen". Es beschreibt alle christlichen Kleindenkmale Baltringens. Besonders hebt die Stiftung hervor, dass das Buch neben der Geschichte dieser Glaubenszeichen auch die Beweggründe darlegt, die zu ihrer Errichtung führten. „Durch solches Engagement sind geistliche Ausrufezeichen in der christlich geprägten Kulturlandschaft vor Vergessen oder Zerstörung bewahrt worden“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Volker Farrenkopf.

Die Stiftung fördert Erhalt und Errichtung von Wegkreuzen, Bildstöcken und Kapellen in der Diözese mit dem Ziel, sie als Elemente der württembergischen Kulturlandschaft zu schützen.

Hinweis: http://www.stiftung-wegzeichen.de/