Barmherzig den Menschen nahe

Bei der Chrisam-Messe am Montag im Rottenburger Dom zu Beginn der Karwoche sagte Bischof Fürst, mit dem Ruf nach Barmherzigkeit, Geschwisterlichkeit und Sorge für die Schöpfung habe der argentinische Papst auch dem Volk Gottes von Rottenburg-Stuttgart starke Impulse gegeben. Mit der Namenswahl Franziskus sei durch Jorge Mario Bergoglio ein ungeheures Zeichen gesetzt für eine diakonische Kirche, so der Bischof. Der Minderbruder aus Assisi stehe für die Armen und Bedrängten aller Art.

Als weiteres herausragendes Element des Profils von Papst Franziskus hob Bischof Fürst dessen konsequente Orientierung an Jesus Christus hervor. Auch dafür stehe der Name Franziskus, werde der Heilige aus Umbrien doch als Ikone Christi bezeichnet. Der Appell des Papstes nach mehr Geschwisterlichkeit drücke sich auch in dessen Amtsverständnis aus, so der Bischof. Zuerst habe sich Papst Franziskus als Bischof von Rom vorgestellt, erst danach und als solcher auf seinen Vorsitz in der Weltkirche verwiesen. Mit dem Hinweis auf eine pilgernde Kirche bewege sich Papst Franziskus klar in der Spur des Zweiten Vatikanischen Konzils. „Ich hoffe, dass alle in der Kurie dieses Signal verstehen und sich diesem Camino, dem Pilgerweg der Kirche, anschließen.“

In der Chrisam-Messe werden in der Diözese Rottenburg-Stuttgart traditionell am Montag der Karwoche die heiligen Öle geweiht, die danach auf die Pfarreien der Diözese verteilt werden. Es handelt sich um das Chrisam für Priester- und Bischofsweihen, Altar-, Kirch- und Glockenweihen, das Öl für die Krankensalbung und das Tauföl.