Beitrag zu humaneren Lebensbedingungen

Gemeinsam mit seinem Stellvertreter, Johannes Bielefeld, hatte er vom 17. bis 27. Januar in den südindischen Bundesstaaten Goa und Karnataka Partnerdiözesen und –projekte besucht. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart unterhält zu 150 der 164 Diözesen in Indien partnerschaftliche Kontakte.

Die Leistungen der Kirche im Gesundheits- und Sozialbereich und ihr Beitrag zum Erziehungswesen verdienten höchsten Respekt, betonte Stäps. Er habe zahlreiche Beispiele erlebt, wo kirchliche Stationen in Regionen mit ausschließlich hinduistischer und moslemischer Bevölkerung Schulen und Kindergärten unterhielten, aber auch medizinische Ambulanzen, Krankenhäuser und Aids-Hospize. Die dort geleisteten medizinischen Hilfen, Bildungseinrichtungen und Aufklärungsarbeitaktivitäten würden von der Bevölkerung in hohem Maß in Anspruch genommen, berichtete Stäps. Durch Projekte, die dem Einkommenserwerb der Landebevölkerung dienten, trage die Kirche auch konsequent zur Armutsbekämpfung bei.

Es habe ihn beeindruckt, dass die Kirche damit ausdrücklich keine missionierenden Absichten verfolge. Bischöfe und kirchliche Mitarbeitende hätten ihm gegenüber betont, es gehe ihnen ausschließlich darum, durch ihr praktisches Handeln ihre innere Überzeugung von Nächstenliebe und Menschenwürde zum Ausdruck zu bringen und zu humaneren Lebensbedingungen für die Armutsbevölkerung beizutragen.