Benediktinisches Leben in Weingarten geht zu Ende

Die Weingartener Benediktiner-Abtei wurde 1056 gegründet, im Jahr 1802 im Zuge der Säkularisation aufgehoben und 1922 durch die Beuroner Benediktiner wiederbesiedelt. Das Kloster und die weltberühmte barocke Basilika sind ein Ort von starker spiritueller Ausstrahlung in Oberschwaben und weit darüber hinaus. Seine besondere Prägung erhält das Benediktinerkloster auf dem Martinsberg durch die jährliche Wallfahrt zum Heiligen Blut, den so genannten „Blutritt“ am Freitag nach dem Fest Christi Himmelfahrt.

Im Gespräch mit den Verantwortlichen der Beuroner Benediktinerkongregation und der Weingartener Abtei hat Bischof Dr. Gebhard Fürst sein tiefes Bedauern über die Entscheidung zum Ausdruck gebracht, den Konvent zu schließen. Einigkeit besteht zwischen Bischof und Ordensvertretern darüber, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, dass auf dem Weingartener Martinsberg – wenn auch in anderer Form – klösterliches Leben weiter bestehen und die geistliche Tradition und Kontinuität gewahrt werden können. Seitens des Ordens wurde Bereitschaft geäußert, zumindest für einen begrenzten Zeitraum noch mit der Schließung des Konvents zu warten, um nach Möglichkeit einen bruchlosen Anschluss für eine neue Gemeinschaft zu gewährleisten.

Rückfragen: P. Prior Basilus Sandner, 0751 / 5096 – 0, E-Mail: Basilius.Sandner(at)qmail.com