Berührende Bilder voller Glaubenskraft

Rottenburg/Ellwangen. 9. Februar 2015. Der Tod des Malerpfarrers Sieger Köder bedeutet nach den Worten von Bischof Fürst einen unersetzlichen Verlust für die Diözese Rottenburg-Stuttgart. Der über Deutschland hinaus bekannte Künstler und Geistliche starb am Montag in den Morgenstunden in Ellwangen. Er war am 3. Januar 90 Jahre alt geworden. Bischof Fürst würdigte Köder als herausragenden Künstler und religiösen Pädagogen, der mit seinem Werk unzähligen Menschen jeglichen Alters die biblischen Geschichten und damit den Glauben auf seine ganz eigene Weise erschlossen habe. Er sei sehr dankbar, so Bischof Fürst, für den geistlichen Reichtum, den Köder in Form und Farbe hinterlassen habe und der über den Tod des Künstlers hinaus inspiriere.

Generationen von Schülern hätten sich an der „geerdeten Theologie“ des Kunstlehrers, Priesters, Malers und Bildhauers erfreuen dürfen, würdigte Bischof Fürst den zuletzt schwer kranken Geistlichen. Köders Motive zeigten die Menschen so vielfältig und bunt, wie diese auch in Wirklichkeit seien, handfest und mit Ecken und Kanten. Mit Kirche und Pfarrhaus in Köders priesterlicher Wirkungsstätte Rosenberg sowie dem Sieger Köder-Zentrum dort und dem Sieger Köder-Museum in Ellwangen seien Einrichtungen entstanden, die das Werk des über Deutschland hinaus bekannten Malerpfarrers vielen Menschen weiterhin zugänglich machen. Zu einem seiner wichtigsten Werke zählt Das Letzte Abendmahl, das er für das Haus der Jesuiten im römischen San Pastore geschaffen hat. Bekannte Motive des Künstlers sind der Narr, die Rose, die Vogelscheuche sowie Gestalten aus der Bibel. Köder wird in seinem Geburtsort Wasseralfingen beigesetzt, der Termin steht noch nicht fest.

Uwe Renz

Requiem am 14. Februar um 10.00 Uhr in Aalen-Wasseralfingen, St. Stephanus.