„Berufsbild über Jahrzehnte profiliert“

Vor 200 Diakonen, deren Frauen und Kindern bescheinigte Domkapitular Uwe Scharfenecker dem Theologen, König habe das Berufsbild des Diakons über Jahrzehnte auf diözesaner Ebene und in Deutschland profiliert und für hohe Ausbildungsqualität gesorgt. Die meist verheirateten Männer seien „unverzichtbarer Teil der Geistlichkeit“. Mit König wurde auch Vinzenz-Schwester Luitraud Günther dankbar verabschiedet, die 13 Jahre die auszubildenden Diakone geistlich begleitet hatte.

König wurde in Braunschweig geboren. Nach einem Studium der Theologie und der Sozialwissenschaften in Bochum und Duisburg unterrichtete er zwölf Jahre an der Schule. 1981 weihte ihn Ruhrbischof Hengsbach zum Diakon. Zwei Jahre später wurde König Referent des damaligen Domkapitulars Hubert Bour, damals Bischöflicher Beauftragter für den Diakonat. 1990 wurde König diese Aufgabe übertragen, erstmals nicht einem Priester, sondern einem Diakon und verheirateten Vater von zwei Kindern. Seither führte König 283 Diakone zur Weihe. Sein Arbeitsfeld teilen sich nun die Diakone Erik Thouet, zuständig für Ausbildung, und Thomas Nixdorf für Personalfragen. Diakon Ulrich Körner löst Schwester Luitraud ab.

König betonte, für ihn sei der Wert einer tragenden Beziehung zu Christus immer bewusster geworden. Sie eröffne einen „Weg ohne weltliche Macht, für jeden Menschen, nicht nur für auserwählte, begüterte, wissende, etablierte“. Dieser könne dazu führen, „dass gegen liebgewonnene Strukturen ein Machtwort gesprochen werden muss zum Wohle derer, die herausgefallen sind und nach der Hoffnung fragen“.