Besonders unbegleitete Jugendliche im Blick

Rottenburg/Rottweil. 31. Dezember 2015. Die Sorge für Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisenregionen der Welt bleibt nach Überzeugung des Rottenburger Bischofs Gebhard Fürst auch im kommenden Jahr eine vorrangige Herausforderung für die Kirche. Besonders aufmerksam müssten die unbegleiteten Jugendlichen unter den Flüchtlingen betreut werden, sagte der Bischof in Rottweil am Silvesterabend in einer Feier zum Jahresschluss. Sie würden vielfach unter seelischen Verletzungen leiden und hätten keinen Schutz durch ihre Familien. Bischof Fürst kündigte an, dass die karitative Arbeit der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Kooperation mit Caritasverband und Kirchengemeinden für diese jungen Menschen profiliert und verstärkt werde.

Der Bischof erinnerte daran, dass es Auftrag der Christen sei, Frieden zu stiften, Liebe und Barmherzigkeit zu üben. Dies fordere Jesus Christus selbst, der auf Gewalt verzichtet habe. Christen seien „dort bei ihrer Sache, wo durch sie Frieden und Versöhnung in die Welt kommt“. Wo Gewalt und Terror grassiere, dort müssten Christen die Hoffnung verbreiten, dass Liebe über den Hass und damit das Leben über den Tod siegt. Mit der Fürsorge für Geflüchtete könnten sie dem Vorbild Christi folgen; die Sorge um geflüchtete Kinder und Jugendliche habe dabei einen wichtigen Anteil. „Diese jungen Menschen sollen erfahren dürfen, wie im Engagement von Christen Gottes Liebe und Barmherzigkeit spürbar wird.“

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