Besuch der Heiligen Stätten des Christentums als geistlicher Impuls

Als „geistliches Ereignis“ bezeichnet Bischof Fürst diese Reise zu den „zentralen heiligen Stätten der christlichen Offenbarungsreligion“, von der er für die Verantwortungsträger des Bistums einen „geistlich-religiösen Impuls“ erhofft.

Seit dem Jahr 2000 gestaltet die Diözese Rottenburg-Stuttgart eine umfassende Strukturreform, in der unter anderem die bislang 44 Dekanate auf derzeit 25 reduziert wurden. Sie entsprechen jetzt dem Zuschnitt der Landkreise. Zugleich mit diesen äußeren Veränderungen wurden auch die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten der Dekanate und der Dekane als Vertreter des Bischofs auf der so genannten Mittleren Ebene neu geordnet und gestärkt. Über all diesen organisatorischen Prozessen aber dürfe nicht vergessen werden, dass die Dekane als kirchliche Führungskräfte „nicht einfach Manager in Strukturen“ seien, betonte Bischof Fürst. „Gerade als Führungskräfte sind und bleiben sie Geistliche.“ Darin sollen sie durch den Besuch der heiligen Stätten des Christentums Stärkung erfahren – „als Pilger, die sich von der Heiligen Schrift, der Erfahrung des Heiligen, den Stätten des Heiligen Landes prägen lassen“.

Auf dem Programm der Pilgerreise stehen unter anderem Besuche in Kafarnaum, auf dem Berg der Bergpredigt und in der Brotvermehrungskirche in Tabga; weitere Orte sind Nazareth, Cäsarea Philippi, der Berg Tabor und Jericho. Jerusalem wird mit seinen vielen für den Ursprung des Christentums bedeutenden Stätten für mehrere Tage Aufenthaltsort der Pilgergruppe sein. Aber auch nach Bethlehem in der palästinensischen Westbank führt die Reise. Dort steht ein Besuch im Caritas Baby Hospital auf dem Programm, der einzigen Kinderfachklinik in den Palästinensergebieten. Yad Vaschem, die Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus, ist am Sonntag, 9. März, der letzte Höhepunkt der Pilgerfahrt. Am Montagabend, 10. März, wird die Gruppe von Tel Aviv aus wieder auf dem Stuttgarter Flughafen eintreffen.

Neben den Dekanen begleiten den Bischof außerdem Domkapitular Franz Glaser, der Bischöfliche Sekretär Harald Gehrig und Georg Röwekamp, Geschäftsführer des ökumenisch getragenen Unternehmens „Biblische Reisen“.