Besuche hinter Gittern

Bischof Gebhard Fürst besucht am Nachmittag Häftlinge in der Anstalt von Rottenburg, Weihbischof Johannes Kreidler fährt nach Schwäbisch Hall und Weihbischof Thomas Maria Renz nach Rottweil. Die Liebe Gottes gelte allen Menschen, auch den von der Gesellschaft zu Gefängnis verurteilten Straftätern, sagte Bischof Fürst im Vorfeld seines traditionellen Weihnachtsbesuchs. „Die Liebe Gottes, die Zusage zu verzeihen und die Hoffnung auf Zukunft gehen durch Gefängnismauern und Zellentüren hindurch.“ Zum Zeichen der Liebe Gottes und der Mitmenschlichkeit verteilen die Bischöfe nach Gottesdiensten Rosen an die Gefangenen.

Weihbischof Kreidler erinnert bei seinem Besuch an die grenzenlose Solidarität Gottes mit den Menschen. Mit seiner Menschwerdung in Christus wolle Gott sagen: „Ich will mit euch zu tun haben, ihr seid nicht gottverlassen“. Gott sei im Jesuskind nicht zuerst zu den religiösen Profis und zu den Etablierten gekommen, sondern zu den am Rande der Gesellschaft lebenden Menschen, zu den Hirten auf den Feldern. „Gott will bei denen sein, die unten sind, bei den Verlierern“, so Kreidler.