„Bild vitaler Glaubensfreude“

Das Christentreffen mit rund 35.000 Dauerteilnehmern habe ein „Bild vitaler Glaubensfreude und kraftvollen gesellschaftlichen Engagements“ abgegeben, sagte der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart am Sonntag in Osnabrück. Er ist Geistlicher Assistent des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), das die Deutschen Katholikentage verantwortet. Er habe den geistigen Austausch auf vielen thematischen Ebenen genossen. „Ich bin davon überzeugt, dass viele Christen neue Anstöße gewonnen haben, um sich in immer schwieriger werdenden gesellschaftlichen Fragen zu positionieren“, sagte der Oberhirte.

Bischof Fürst nahm auf dem Katholikentag auf mehreren Podien zu aktuellen Themen teil, von der Frage nach einer missionarisch glaubwürdigen Kirche über Probleme der Sterbebegleitung und Sterbehilfe, der Biotechnologie bis zu Gefahren und Risiken virtueller Welten im Internet, des so genannten second life. Der Bischof hob lobend die Angebote auch für jüngere Christen hervor. „Man hat gespürt, dass viele junge Leute auf der Suche sind und den christlichen Glauben auf seine Tragfähigkeit hin prüfen wollen.“

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart stellte an ihrem Stand auf dem Katholikentag ihr seelsorgliches Profil und ihr Selbstverständnis als Ortskirche vor. Enorme Nachfrage fanden die als Spiegel nutzbaren metallenen Schlüsselanhänger, in denen sich der Betrachter als Gottes Ebenbild erkennen kann. Viele tiefer gehende Gespräche entstanden am Stand der Diözese durch dieses kleine anregende Geschenk. „Es ist wohl die alle Bedürfnisse abdeckende Vielfalt des Katholikentages, die ihn so anziehend macht“, sagte Bischof Fürst, „Einzelgespräche, Diskussionen, Konzerte, Lesungen, Gebete und ein großes Fest mit Christen verschiedener Prägungen“.