„Biotop eines vitalen Glaubens“

Beim Festgottesdienst in der Stuttgarter Liederhalle hob Hagmann am Sonntag die Integrationsleistungen der am 1. Mai 1958 als „Mission“ gegründeten Gemeinschaft hervor. Dank ihrer hätten nach dem Zweiten Weltkrieg kroatische Katholiken, von denen viele unter dem Druck des kommunistischen Regimes ihr Land verließen, in Württemberg neu Heimat gefunden. Aus der Stuttgarter kroatischen Mission gingen 17 weitere in Württemberg hervor, bevor im vergangenen Jahr eine Neuordnung in 35 so genannte muttersprachliche Gemeinden erfolgte, die in Seelsorgeeinheiten der Diözese eingebunden sind.

„Kroaten haben Deutschland tatkräftig mit aufgebaut und unsere Kirche mit ihren Traditionen und ihrer Glaubenstreue bereichert“, sagte der Domkapitular. Heute gehe es darum, dass kroatische und deutsche Katholiken in den Seelsorgeeinheiten noch enger miteinander in Kontakt kommen und voneinander lernen. Nach Angaben der kroatischen Gemeinde gehören ihr in der Region Stuttgart rund 18.000 Gläubige an. Die kroatischen Gemeinden werden seit ihrer Gründung von Franziskanern geleitet; in der Region Stuttgart sind es derzeit acht.