Bischof Fürst bittet um Unterstützung der Pfingstaktion Renovabis

Die Entwicklungen seit der Wende der Jahre 1989/90 habe für zahlreiche Menschen nicht nur Vorteile gebracht, heißt es in einem gemeinsamen Aufruf der deutschen Bischöfe. Der Aufbruch zur Freiheit habe vieles zum Besseren gewendet. Die Armut jedoch habe sich vielerorts verschärft. „Es leiden Kinder, deren Eltern keine Arbeit haben. Es leiden alte Menschen, Behinderte und Kranke, die keine oder nur wenig Unterstützung erhalten. Es leiden Jugendliche, die weder die Chance auf eine Lehrstelle haben noch die Möglichkeit, höhere Bildung zu erwerben“, so die Bischofskonferenz. Durch die Unterstützung von pastoralen und sozialen Diensten, von Bildung und Arbeitsplätzen könne die Solidaritätsaktion Ermutigung und Zuversicht schenken.

Im vergangenen Jahr konnten in der Diözese Rottenburg-Stuttgart bei der Pfingstkollekte knapp 441.000 Euro und über Spenden weitere 223.000 Euro gesammelt werden. Für die Priesterausbildung in Osteuropa konnte die Diözese knapp 53.000 Euro zur Verfügung stellen.

Renovabis wurde 1993 als „Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa“ von der Deutschen Bischofskonferenz ins Leben gerufen. Die Aktion soll eine Antwort der Katholiken auf den gesellschaftlichen und religiösen Neuanfang in den Staaten des ehemaligen Ostblocks nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Systeme sein, so die Intention. Bis heute leistet Renovabis in mehr als 13.000 Projekten den Menschen in 27 Staaten Mittel-, Ost- und Südeuropas Hilfe. Das Gesamtspendenaufkommen beträgt bisher 370 Millionen Euro.