Bischof Fürst dankt den Religionslehrern bei ihrer Jahrestagung

Es sei dringend geboten, sich gerade heute auf das Wesentliche der Erziehung zu besinnen: Dass Kinder und Jugendliche zur gewaltfreier Konfliktlösung und gegen jede Art von Fanatismus erzogen werden. Es sollte ihre Fähigkeit zu Mitleid, Friedens- und Feindesliebe geschult werden. Bischof Gebhard Fürst: „Gerade unsere Zeit führt uns vor Augen, wie sehr Erziehung zur Achtung menschlicher Würde, zu friedlicher Gesinnung und Dialogbereitschaft, zu gewaltfreier Konfliktlösung und gegen jede Art von Fanatismus weltweit Kernstück allen erzieherischen Bemühens sein muss.“

Schule sei mehr als nur ein Unternehmen, so der Bischof, auch wenn unternehmerischer Blick, Krisenmanagement und angemessene Entscheidungen erforderlich seien. Die Schule sei in erster Linie ein Ort, an dem sich Menschen begegneten, Beziehungen entstünden und gepflegt würden. Beziehungs- und Friedenfähigkeit seien deshalb wesentlicher Inhalt des schulischen Lebens. „Den Schülerinnen und Schülern Bildung und Wissen zu vermitteln, ihnen ökumenisch offene, weltbezogene und menschenachtende Werte weiterzugeben, ist nach meinem Verständnis der Mittelpunkt allen schulischen Bemühens“, so Bischof Fürst.

Thema der Jahrestagung der Religionslehrer/-innen an Beruflichen Schulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Bildungshaus Untermarchtal war die Zukunft der Kirche und wie heute im Religionsunterricht von Kirche gesprochen werden kann.