Bischof Fürst empfängt Stuttgarter Radlergruppe vor San Francesco

1.200 Kilometer und zwei Wochen harter Strapazen lagen hinter Ihnen, als die Fahrradfahrer von Bischof Fürst in Assisi empfangen wurden. Fürst lobte das Engagement der Radler und würdigte ihren Einsatz für die franziskanische Idee. Die Radtour geht auf die Initiative von Schülerinnen, Eltern, Ehemalige, Lehrer und Schulleitung zurück. Ihre Idee ist es mit der Aktion „Ein Haus für Assisi“ am Wirkungsort des Heiligen Franziskus ein Haus zu erwerben, an dem junge Menschen die christliche und franziskanische Spiritualität leben und erfahren können. Auf einer Elternreise im Jahr 2003 wurde die Idee geboren, ein Selbstversorgerhaus in Assisi zu erwerben. „Wir waren so begeistert von der besonderen Spiritualität und Atmosphäre in Assisi, das sollen auch unsere Töchter auch erleben können“, sagt Ruth Messer, Mutter einer Schülerin des St. Agnes Gymnasiums und Sprecherin der Gruppe. Der Geist von Assisi und das Wandeln auf den Spuren des Heiligen Franziskus trage zur Entdeckung der eigenen Persönlichkeit bei. Dazu brauche man ein Umfeld, das er erlaubt, zu sich selbst zu kommen. „Dazu sind Jugendherbergen und Hotels nicht geeignet“, so Ruth Messner weiter.

Um die Aktion „Ein Haus in Assisi“ mit Spendengeldern zu fördern, gründeten die Initiatoren eine Stiftung, für die die Baden-Württembergische Kultusministerin Annette Schavan die Schirmherrschaft übernommen hat. Derzeit verhandeln die Initiatoren mit der Kommune Assisi über ein geeignetes Objekt.

Die Radtour soll den Traum vom eigenen Haus vorantreiben. Im Vorfeld hatten die Schülerinnen Sponsoren gesucht, die die gefahrenen Kilometer sponsern.

Das Katholische Mädchengymnasium St. Agnes in Stuttgart wird von Ordensschwestern geleitet, die dem Franziskanerorden von Sießen angehören. Der Orden unterhält bereits ein kleines Haus in Assisi in dem drei Schwestern leben. Die Kapazität von zwölf Gästebetten reicht jedoch nicht aus, um Schulklassen unterzubringen.