Bischof Fürst: kein Verständnis für Aufhebung der Intersperre bei Kinderpornografie

Er habe keinerlei Verständnis für eine Haltung, die den völlig unbeschränkten Interzugang auch bei Kinderpornografie zum Ausweis von Liberalität in unserer Gesellschaft stilisiere, betonte Bischof Fürst, der auch Medienbischof der Deutschen Bischofskonferenz ist.

Es sei in seinen Augen ein eklatanter Widerspruch, dass sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen heute einerseits zu Recht eine breite öffentliche Ächtung erfahre, andererseits aber ein selbst minimaler Schutz gegen Kinderpornografie im Internet beseitigt werde. Diese Form der sexuellen Gewalt gegen Kinder sei einer der unerträglichsten Skandale unserer Gesellschaft, so der Bischof. Er sei sich der sehr begrenzten präventiven Wirkung des jetzt gekippten Gesetzes durchaus bewusst. Doch sei es zumindest ein Zeichen des politischen Widerspruchs gegen die Schändung ungezählter Kinder und den medialen Konsum dieser Verbrechen durch Internutzer gewesen. Möglicherweise habe es auch manchen Internetnutzer doch vom Besuch entsprechender Seiten abgehalten und so zur Austrocknung dieses schmutzigen Markts beigetragen, sagte Bischof Fürst.