Bischof Fürst: Leben in österlichem Licht

Gott selbst greife in der lebensfernsten Situation ein und wandele sie in eine Zeit wirklichen Lebens. Die Auferweckung Jesu vom Tod zum Leben durch Gott sei die endgültige Bestätigung, dass in Jesus von Nazareth das wahre Leben gegenwärtig war, so der Bischof. Gott stehe zu seinem Wort. Er stehe auch zu den Worten und Taten Jesu. „Der Tod mitten im Leben“ habe nicht das letzte Wort. Durch seinen eigenen Tod hindurch hätten sich Jesu Worte und Taten als „wirksam und glaubwürdig erwiesen“.

In der Auferweckung Jesu sei das ewige Leben zum Durchbruch gekommen. Getaufte Christen hätten Anteil am Geschehen der Auferstehung. Ihnen sei das „Leben im Leben“ gegeben und die Hoffnung auf Vollendung. „So können wir dem Leben trauen, erlöst von verbissener Daseinssorge, befreit, uns dem Anderen zuzuwenden“, so der Bischof. „Sich geliebt zu wissen und lieben, einander bergen und die Angst nehmen, versöhnen und vergeben, befrieden: das sind Mächte des wahren Lebens.“ Wo sie walten, da komme in einem glücklichen Augenblick ewiges Leben im Leben zum Vorschein.

Das Leben sei mit dem Tod nicht aus. Bischof Fürst: „Nicht unser eigenes Leben und nicht das Leben irgendeines Menschen wird vor Gott in der Gleichgültigkeit und Vergessenheit versinken. Gott hat in der Auferstehung Christi den Tod überwunden und das Leben neu geschaffen.“ Ostern sei nicht nur ein historisches Ereignis. Es betreffe die eigene Gegenwart und vor allem die Zukunft. „Morgen ist möglich, denn Jetzt geschieht Auferstehung an uns“, sagte Bischof Fürst. „Der Stein ist weggewälzt, der eine Stein des Todes und die vielen kleinen Steine, die uns bleiern und oft todesstarr blockieren. Sie lähmen uns nun nicht mehr.“ Mit Gott könnten wir unsere Mauern überspringen und eingefahrene Bahnen verlassen. „Neues Leben blüht auf, Leben, in dem Ewigkeit gegenwärtig wird.“ Die Gläubigen forderte der Bischof auf, für das Leben und seine Würde von Anfang an bis zum irdischen Ende „aufzustehen“. „Stehen wir ein für seine Fülle, die uns zukommt in Ewigkeit!“