Bischof Fürst: Mit der Begleitung Sterbender mitten im Herzschlag des Christentums

Nach den Worten des Bischofs seien Menschen vor allem in Krisenzeiten und Grenzsituationen auf andere angewiesen, die für sie da seien und sich die notwendige Zeit nähmen. Es gehe nicht darum, Menschen zum Sterben zu helfen, sondern beim Sterben, an der Hand eines Anderen.

Um Menschen die verwandelnde Kraft der Liebe und die heilsame Nähe Gottes erfahren zu lassen, brauche es auch Täterinnen und Täter der Botschaft Jesu, sagte Bischof Gebhard Fürst in Blick auf die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen des Hospizes. Sie setzten bewusst ihre Lebenszeit dafür ein, anderen nahe sein zu können. Oftmals gewännen Menschen, die sich in Hospizdiensten engagierten, Erfahrungen, die für ihr eigenes Leben bedeutsam seien. Deshalb erfülle es ihn mit Freude, dass das Hospiz unter dem Patronat des Diözesanheiligen St. Martin stehe. Denn die Geschichte des Heiligen Martin erinnere an die tiefe christliche Wahrheit, dass die Gebenden „unendlich beschenkt“ würden. Das sei „Zeichen der Hoffnung“ und ein „Licht für die Welt“.

Ab dem 9. Januar wird das stationäre Hospiz St. Martin in Stuttgart-Degerloch nach eineinhalbjähriger Bauzeit mit acht Betten seinen Betrieb aufnehmen.