Bischof Fürst: Pfingsten ist Aufruf und Ansporn zu Zivilcourage

Wo auch immer in unserem Land Menschen anderer Hautfarbe und Kulturen ausgegrenzt oder gar bedroht würden, da sei der pfingstliche Geist Aufruf und Ansporn zu Zivilcourage, sagte Bischof Gebhard Fürst. Wenn heute an manchen Orten Menschen um Leib und Seele fürchten müssten, weil sie anders aussehen, dann müssten Christen dem im „guten, heiligen und heilenden Geist der Liebe“ entgegenwirken. Christen, die im Geist Jesu lebten und mit Gottes Kraft handelten, stünden nicht abseits, wenn andere Menschen in ihrer Würde und in ihrem Leben beeinträchtigt würden, so der Bischof.

Wo Menschen im Geist Jesu handelten, werde Verständigung unter Fremden möglich. „Pfingsten ist der große Durchbruch von Gott her“, sagte Bischof Fürst. Es eröffne den Blick darauf, dass das Zeugnis der Christen zuallererst mit Handeln zu tun habe, mit der Hingabe an Gott und an die Menschen, mit Solidarität für die Armen, die Unterdrückten und die Benachteiligten. Es sei ein „feuriges Aufstehen und Eintreten für die, die selbst einen schweren Stand haben“. Dieses mitreißende Zeugnis unserer Liebe in der Kraft des Geistes brauche unsere Welt heute mehr, denn je.


Info: An Pfingsten feiert die Kirche die Sendung des Heiligen Geistes, wie sie in der Apostelgeschichte (Apg 2, 1-13) beschrieben wird. Das Große Glaubensbekenntnis greift dieses Ereignis auf. Es spricht davon, dass der Geist aus Gott, dem Vater, und aus dem Sohn Jesus Christus hervorgeht. Der Heilige Geist verbindet die Christen mit Christus selbst, dem Vater und untereinander. Pfingsten kann demnach als die „Geburt der Kirche“ bezeichnet werden. Mit Pfingsten, das 50 Tage nach Ostern gefeiert wird, endet die österliche Festzeit.