Bischof Gebhard Fürst führt Dietmar Krauß in sein Amt ein

Schon im Zweiten Vatikanischen Konzil werde die Kirche als missionarische Kirche beschrieben, die sich in der Welt zuerst und konsequent für den Dienst an den Menschen einsetze. Eine solche Dienstgemeinschaft, so der Bischof, zeichne sich nicht allein durch ihr eigenes Verhalten und interne Verhaltensweisen aus. Sie zeichne sich auch durch die Art und Weise aus, wie sie in der Welt den Menschen begegne. Dietmar Krauß habe sich ganz bewusst dafür entschieden, als Christ in der Kirche zu wirken und seine in langjährigen Berufserfahrungen erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse in den Dienst der Kirche zu stellen. Die Kirche bedürfe, so zitierte der Bischof das Konzil, „in unserer Zeit mit ihrem schnellen Wechsel der Verhältnisse und der Vielfalt ihrer Denkweisen der besonderen Hilfe der in der Welt Stehenden, die eine wirkliche Kenntnis der verschiedenen Institutionen und Fachgebiete haben und die Mentalität, die in diesen am Werk ist, wirklich verstehen.“ Mit seiner Biografie entspreche der neue Finanzdirektor diesen Anforderungen.
Dietmar Krauß hob die Bedeutung von geordneten Finanzen auch für die Kirche hervor. Die Pastoral müsse jedoch im Mittelpunkt der Planung stehen. Krauß erinnerte an die Breite der kirchlichen Basis, die sich in den Einrichtungen, Räten und Kirchengemeinden zeige und lobte die hohe Kompetenz der Kirchenleitung, der er seit einem halben Jahr angehört. In der Zusammenarbeit mit dem Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart und dem Einsatz für eine zukunftsgerichtete Kirche sehe er eine „maximal wichtige Aufgabe“. Krauß kritisierte die einseitige Betonung der Gewinnmaximierung in einigen Wirtschaftsbetrieben heute. "Mit ihrer Seelsorge, ihrer Arbeit für Behinderte, Kinder, Senioren und Familien, mit ihrem Einsatz für christliche Werte aber auch in ihrer Arbeitgeberfunktion trägt die Diözese zu einem positiven gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kreislauf bei und erfüllt viele bedeutende pastorale und diakonisch-karitative Aufgaben. Damit ist sie auf einem sehr guten Weg“, sagte Krauß.
Dietmar Krauß, geboren 1968 in Schwäbisch Gmünd, war als Direktor bei Kreissparkasse Ostalb tätig und zeichnete sich von 2001-2003 als Leiter des Privatkunden- und Kommunenbereichs verantwortlich für die Betreuung von weit über 100.000 Kunden sowie die Kommunen und Institutionen im Raum Schwäbisch Gmünd. Seit 2003 leitete er den Bereich Strategische Steuerung und Grundsatzfragen und beschäftigte sich hier unter anderem mit der langfristigen Unternehmensplanung und der prinzipiellen Ausrichtung des Unternehmens. Seit Oktober 2005 wirkt er in der Leitung der Diözese mit.
Krauß ist auch ein engagierter Katholik. So ist er Mitglied im Förderverein der Stiftung Haus Lindenhof, im Bund Katholischer Unternehmer und im Münsterbauverein Schwäbisch Gmünd. Seit 2002 wirkte er als Vorstandsmitglied beim Trägerverein des Deutschen Katholikentags mit und ist Mitglied im Kuratorium der Stiftung Lumen Gentium beim Zentralkomitee der Deutschen Katholiken.

Als Leiter der Hauptabteilung Finanzen und Vermögen ist Krauß nun verantwortlich für die Verwaltung des Kirchenvermögens von Diözese und Bistum. Die Hauptabteilung umfasst sieben Abteilungen bzw. Bereiche sowie zahlreiche kirchliche Eigenbetriebe. Zu seinem Aufgabenbereich gehören Haushalts- und Berichtswesen, Kirchensteuerverwaltung, Controlling, Risikomanagement, Grund- und Bauverwaltung, Grundstücks- und Geldanlagen, Vermögensangelegenheiten und Rechnungswesen sowie Bildungshäuser. Der Hauptabteilungsleiter ist unmittelbar dem Generalvikar zugeordnet und Mitglied der Diözesanleitung. In dieser Eigenschaft wirkt er in zahlreichen diözesanen Gremien mit und vertritt die Diözese in Finanzfragen nach außen.